BREITENBACH


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3. Jul 2009

Aber, aber ich kann nicht …

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Ich liebe ZEN-Geschichten. Sie sind für mich sehr spannende und nützliche Denktools. Metaphern und kleine Geschichten, die irritieren, alte Denkstrukturen aufreissen können und Dinge sehr gut auf den Punkt bringen können, dafür aber auch lange nachklingen. Eine meiner Lieblings-ZEN-Geschichten habe ich in dem Buch „Der neue Prometheus“ von Robert A. Wilson entdeckt. Wilson selbst ist übrigens der entscheidene Autor, der meine Gehirnstrukturen gehörig durcheinandergewirbelt hat. Er erzählt also folgende ZEN-Geschichte in seinem Buch nach:

Ein Mönch geht aus Verzweiflung, weil er nie die erstrebte Erleuchtung erzielt hat, zu seinem Lehrer und fragt ihn um Rat. Dieser riet ihm an nichts anderes zu denken als an einen Ochsen. Fortan meditierte der Mönch Tag für Tag, Stunde für Stunde über den Ochsen. Er stellte sich ihn vor, zerbrach sich den Kopf über den Ochsen. Schließlich kam der Lehrer eines Tages zur Zelle des Mönchs und sagte: „Komm heraus, ich habe mit dir zu reden!“ „Ich kann nicht!“, antwortete der Mönch. „Meine Hörner passen nicht durch die Tür!“ Ich kann nicht … Bei diesen Worten erlangte der Mönch die Erleuchtung.

Genau wie Wilson habe ich meine helle Freude an dieser Geschichte, denn sie repräsentiert eines der größten blockierenden Meme, die der Mensch kennt. Ich nenne es hiermit das: Ich-denke-dass-meine-Hörner-zu-groß-sind-Mem. Wie oft standen wir schon vor Situationen in denen wir scheinbar hilflos vor uns hinstotterten: Aber, aber ich kann nicht, weil … Die Situationen in denen so etwas vorkommen reichen von banalen Alltagsmomenten wie „Das habe ich noch nie gekonnt“ bis „Das ist absolut undenkbar“.

Wenn uns die Geschichte eines lehrt, ist es die Kraft der Vision, also die tatsächliche Machbarkeit des scheinbar Nicht-Machbaren. Wie viele falsche Prophezeiungen wurden schon ausgesprochen, die sich bereits Jahre später als falsch oder ganz anders erwiesen. So wurde ja auch prophezeit, dass es den Personal Computer niemals geben wird, ganz einfach weil dieser zur damaligen Zeit einen ganzen Raum in Anspruch nehmen würde und er ein kleines Vermögen kostete. Nichtsdestotrotz sind wir schon lange über den PC hinaus. Wir sind per Mobiltelefon (in Zeiten des Telegraf als Spinnerei undenkbar gewesen) - bei guter Netzabedeckung jedenfalls - permanent online! Das wird uns alles gar nicht mehr richtig bewusst und der einzige Grund, warum wir bei Innovationen oder Utopien so oft ins Stocken geraten ist nicht etwa das Problem der Ideenlosigkeit, sondern die Tatsache, dass wir uns selbst ungeheuerliche Denk- und Machbarkeitsblockaden auferlegen: Aber, aber ich kann nicht. Meine Hörner sind zu groß.

Mit dieser Geschichte im Hinterkopf sollten wir mal über einige unerschütterliche Meme meditieren, zum Beispiel:

- Demokratie ist die einzig ideale und umsetzbare Regierungsform und der Kapitalismus die einzig funktionierende Wirtschaftsform.
- Wir müssen alle sterben.
- Der Mensch wird sich und sein Verhalten niemals verändern.
- Zeitreisen sind unmöglich.
- Pazifismus und Weltfrieden ist blanke Träumerei.

Aber, aber ich kann nicht. Meine Hörner sind zu groß.

31. Dez 2008

fette vorsätze für 2009

2009 wird für mich ein geiles Jahr, denn ich habe beschlossen, mein Leben gehörig neu zu strukturieren. Ein Jahreswechsel bietet sich dafür immer bestens an. Ja, auch ein Klischee basiert immer auf ein Fünkchen Wahrheit. Und somit dokumentiere ich hiermit meine Vorsätze für das neue Jahr. Es sind Ziele, Fixsterne, an denen ich meine Handlungen im neuen Jahr ausrichte.

1. Im Sommer will ich wieder in T-Shirts passen, die mich nicht wie einen überprallen Presssack aussehen lassen.
Wer nicht weiß wie ein Presssack aussieht, sollte hier mal vorbeischauen.

fettweg

Ich mache keine Diät, ich deprogrammiere mein Essverhalten. Kleinere Portionen. Fett- und Zuckerärmer. Nicht mehr so schlingen. Mehr genießen. Mehr Wasser trinken. Einfach bewusster ernähren und mehr bewegen (kein aufwendiges Sportvorhaben, dass bei mir aufgrund meiner Flexibilität eh scheitert) Das ist nicht nur pure Eitelkeit sondern resultiert aus einer allgemeinen Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper, welches ich bisher durch Fressen ganz gut kompensieren konnte. Fett und Zucker sind meine Drogen. Der kalte Entzug wird sehr hart, aber es wird sich lohnen, denn ich weiß noch, wie es sich angefühlt hat, als ich mich leichter und gesünder ernährt habe. Die ganze Familie wird teilnehmen, anders ist so eine umfassende Ernährungsumstellung gar nicht möglich. Den Prozess werde ich aus Kontrollgründen hier ab und an abbilden. Ich werde 2009 gut 20 kg Gewicht verlieren.

2. Breitenbach & Brown wird allerspätestens im April ihre erste Rechnung schreiben.
Es wird das spannendste und erfolgreichste Unternehmen, bei dem ich bisher mitgewirkt habe. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir 2009 ein gutes Geschäftsjahr haben werden, dass wir einige Kunden und damit auch uns selbst sehr glücklich machen.

3. Ich werde mehr (und vor allem über mich selbst) lachen und weniger gramsig sein.
Das vergangene Jahr war ernsthaft genug. Nun ist es Zeit die Leichtigkeit des Humors einzusetzen. Gerade in heraufbeschworenen Krisenzeiten kann Humor sehr heilend wirken. Sich selbst nicht so wichtig nehmen, dafür anderen mehr zuzuhören. Eben lieben, lernen, lachen und einfach laufen lassen.

Ich wünsche euch allen da draußen, dass sich eure Vorsätze für das neue Jahr ebenso erfüllen, wie es die meinigen tun werden. Glaubt an euch, eure Ziele und ihr werdet sehen, 2009 wird ein besseres Jahr, als viele euch dauernd einreden wollen. Last euch nicht zermürben, haltet die Ohren steif. Beide Füße fest auf den Boden und eure Köpfe hoch oben in den Sternen.

Rutscht einfach gut rein!

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Meine derzeitige Traumrolle

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