17. Feb 2009

Ich kann nicht viel tun, außer andere Menschen zum Nachdenken zu bewegen. Ist Krieg normal? Ist böse immer gleich böse? Sind die Bewohner eines Krisengebietes mehr als entweder potenzielle Opfer oder zukünftige Täter? Gibt es in diesen weit entfernten Ländern auch Menschen wie du und ich, die sich nichts sehnlicher wünschen als ihr kleines Reihenhaus, ihren Job im Büro und den Samstagabend mit Bohlen & Gottschalk zu verbringen? Ich weiß es nicht. Ich versuche nur ein paar Muster zu brechen. Krieg beginnt und endet in unseren Köpfen. Hack the war! If you dare it.
Credits: Photo by TKnoxB (Creative Commons)
17. Feb 2009

Ich muss mich selbst korrigieren. Protest ist die Bewusstmachung von bestimmten Memen, die unser Denken und Handeln bestimmen. Ein großes Memplex lautet “Krieg”. Krieg ist normal. Krieg ist legitim. Krieg muss manchmal eben sein und alles andere wäre naiv. Vor allem wenn er nicht direkt vor unserer Haustüre tobt? Wirklich? Ist das so? War das schon immer so und wird es für immer so sein? Ich bin naiv. Es wird höchste Zeit ein paar Muster zu brechen!
Credits: Photo from Wikipedia
31. Jan 2009
Update: Danke für das Feedback. Ich sehe schon, ich seh schon, zu allgemein, zu philosophisch, zu nonkommerziell, zu wenig praxisbezogen, zu abgedroschen, zu wenig spezifisch und so weiter. Danke für das Feedback. Wie wäre es dann mit “Digitale Kommuniation - Chancen und Fallstricke”. Oder “Wie du mir so ich dir - Chancen der digitalen Vernetzung”? oder “Der gläserne Mensch - Utopie oder Albtraum?” oder “Wie das Social Web endlich social wird” oder “Marken sind Schilder. Unternehmen sind Menschen - Ein wirtschaftlicher Umbruch?” oder “Meme und Muster erkennen und brechen - Ein bewussterer Umgang mit dem Netz” oder “Get real! Warum das Web wichtig, aber nicht alles ist” usw. Besser? Konkreter? Interessanter?
Update II: Meine Gedanken zurück ins Hirn geschoben.
20. Jan 2009

Mein Job ist es unter anderem, Puzzleteile zusammenzufügen. Muster zu erkennen, Dinge und Menschen miteinander zu verbinden. Die Leere des Nicht-Wissens mit Informationsketten zu füllen. Neues erschaffen durch die Rekombination von vorhandenen Ansätzen. Ideen zu imitieren und zu verweben. Dazu muss man einerseits den eigenen Geist sehr weit aufmachen, riskiert aber andererseits dabei von den Massen an vielfältigen Informationen (Liebe, Hass, Klarheit, Zwietracht, Klugheit, Dummheit, Wahrheit, Lüge) überrollt zu werden. Man riskiert oft die “falschen” Dinge miteinander zu verknüpfen und gerät mitunter sehr leicht in die Sphären von Misstrauen oder gar Paranoia.
Wir alle verbinden Dinge. Das verbindet uns wiederum. Die einen tun es intensiv, die anderen versuchen sich lieber hinter Dogmen (resultierend aus Erziehung, Religion und Meinungsmache) zu verstecken. Sie schützen ihre kleine zerbrechliche Welt, die nichts anderes ist, als die Verknüpfung von lauter verschiedenen kleinen Denkansätzen (ich nenne sie gerne Meme). Ich bin sicherlich entfernt davon ein Genie zu sein und liege nicht so nahe am Wahnsinn wie Mr. Nash, aber ich kann sehr gut nachvollziehen, was ihn zu so einem grandiosen Mathematiker/Analytiker machte und zum anderen, wieso er sich in diverse, für uns irreale Phantasien verstricken konnte. Er hat zu viel miteinander verbunden, eventuell sogar falsche Dinge verknüpft. Letztendlich hat er nichts anderes versucht, als für sich das große Chaos zu ordnen und zur absoluten Wahrheit zu gelangen, also den Schritt hinter die Kulissen zu wagen.
Wir alle verknüpfen Dinge. Wir entscheiden aber auch welche Zutaten und in welcher Intensität wir das tun. Wir können gute Dinge aber auch bedrohliche Dinge verweben. Wichtig ist nur, dass wir uns dessen bewusst sind und dass ein Kampf gegen die Verknüpfung generell einfach nur kontraproduktiv ist.
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