BREITENBACH


feed your head

12. Jun 2009

Stag-Nation in Stereo

oneflewmcmurphychief

Kümmer dich um deinen eigenen Dreck. Schalte den Kopf aus und die Glotze ein. Labe dich an den Problemen und Peinlichkeiten des Präkariats, nur um dich selbst weniger langweilig, erfolgreicher und besser zu fühlen. Nur um vielleicht die damalige Schmach auf dem Schulhof auszugleichen, als die Asso-Kids noch das Heft in der Hand hatten, und dich wegen deiner vernünftigen, schöngeistigen oder bodenständigen Gedanken maltretierten. Belächle den Fernsehschund auf RTL2, die Hartz4-Versager, Leistungsverweigerer, Penner, unfähigen Idioten, eben all die Kinder-, Frauen-, und Hundetauscher. Genieße, wie viel klüger, gebildeter, selbstbewusster und niveauvoller du selbst lebst, arbeitest und denkst.

Nein, du hast keine Schönheits-OPs nötig - keine Tittenvergrößerung, kein Peter Zwegart, keine Supernanny oder Abspeckfarm. Wozu auch? Du spiegelst es dir im gebührendem Abstand. Du wirst dank deinem Gehirn und dessen Spiegelmechanismus mit zum Model, mit zum Superstar oder zum Asi-Rüpel. Du kannst in Folterfilmen mal so richtig schön die Sau rauslassen, mit der Kettensäge rumhantieren oder auf Youporn die geilsten Schnallen vögeln. Du kannst schön, reich, berühmt und verkommen sein - alles gleichzeitig, nur durch andere, wie durch Bumm Bumms Hochzeit oder den totalen Zusammenbruch eines abgefuckten englischen Pop-Junkies.

Du bestimmst dein Kopfkino, das was du erfahren willst, das was du mitnimmst, das worin du hineinschlüpfen möchtest und dein Kopfkino bestimmt wiederum dich. Wie oft verwenden wir Sprüche und Slangs aus Film, Funk und Fernsehen? Wie oft lassen wir Werbespots anstatt Rilke-Verse über unsere Lippen wandern? Wieso interessieren wir uns mehr für Boris Beckers Ehezeremonie als für die Zukunft unseres Planeten? Wieso glotzen wir die Sportschau anstatt zu diesem Zeitpunkt mit anderen Menschen Fußball zu spielen? Wieso Talkshows, wenn es doch so viel zu besprechen gäbe? Wieso rege ich mich darüber auf, statt es einfach anders zu machen?

Weil es so einfach ist. Weil es so bequem ist. Weils jeder es so macht. Weil wir mitreden müssen. Weil es sich wiederholt. Weil es verlässlich ist. Weil es eine Stereotypie ist, die uns in der eingepferchten, von Neophobie besetzen Stag-Nation Trost, Linderung und Geborgenheit schenkt. Weil wir verlässliche Mem-Maschinen sind.

18. Feb 2009

hacking the war: smart bombs

smartbombs

Ich bin sehr froh, dass ich mich in der Schule langweilen musste. Keine Ahnung, ob die Kinder in den Kriegsgebieten das ähnlich sehen würden. Lieber langweiligen Unterricht statt actionreiches Geballer und adrenalingeschwängerte Atmosphäre, besser als in jedem grafikdetailverliebten Ballerspiel? Frieden kann manchmal ziemlich anöden, oder?

Credits: Photo by TKnoxB (Creative Commons)

PS: You can join me hacking the war if you dare!

19. Nov 2008

ein glas konstruktivismus

Ich habe da ein sehr schönes Schaubild für den Konstruktivismus gefunden, das gleichzeitig ein wunderbares Beispiel für die konstruktivistische Lerntheorie und der Rekombination vom Mem “Glashalbvoll/leer” ist.

9. Nov 2008

mademydaymeme: schmeckt wie pisse

via Tims Tweet

9. Nov 2008

dekodierung des “A Hard Day’s Night” mem

Der erste Akkord des Beatles-Hits “A Hard Day’s Night” war lange Zeit ein Mysterium unter Musikern. Nicht rekonstruierbar. Es ist unglaublich wieviel Enthusiasmus manche Menschen aufbringen um ein solches Rätsel unbedingt lösen zu wollen. Die Beatles waren übrigens sensationelle akustische Mem-Maschinen. Via noiseaddicts.

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Meine derzeitige Traumrolle

Ich an der Karlshochschule

Philoretisieren

philoretisieren

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