BREITENBACH


feed your head

23. Apr 2010

Yes! I’m a Designer! Or not? Or what?

mvsd

Früher dachte ich, Designer seien diese unrasierten, schwarzbebrillten Typen, die besonders gut malen können. Bis vor kurzem dachte ich Designer seien diese unrasierten, schwarzbebrillten Typen die besonders gut mit Photoshop und Illustrator umgehen können.

Heute weiß ich dass Designer nicht zwanghaft etwas mit Grafik am Hut haben müssen. Es geht nicht um die ästhetische Ausdrucksweise, das Stilmittel oder die Benutzung des jeweiligen Werkzeuges, sondern um die Grundeinstellung, eine bestimmte Art zu denken und zu handeln bei dem die Idee des Erschaffens und Ordnens im Vordergrund steht.

Designer sind Menschen, die den Trieb haben diese Welt schöner, besser oder schlichtweg anders zu gestalten. Im Gegensatz dazu, gibt es die Manager oder nennen wir sie lieber “Verwalter” (denn es gibt auch vereinzelt Designer in Managerpelzen). Die tun eben alles dafür, dass der Status Quo aufrechterhalten wird oder das Ungreifbare (was der Designer spürt) durch eine Prozessabbildung greifbar machen will. Der Verwalter steht auf MaFo und UseCases, auf Prozessdefinitionen und Monitoring, kurzum auf Kontrollinstrumente aller Art. Er will den schönen Status Quo um jeden Preis erhalten, also in erster Linie mögliche Fehler vermeiden.

Der Designer hingegen, der spinnt. Nämlich sich die Sachen so vor sich hin aus seinem Bauch heraus. Vieles was er da vor sich hinmurmelt oder kritzelt ist erstmal vielleicht nur Müll. Eben vor sich hingesponnen. Unausgereift. Ein Ordnungsprozess. Denn er entwickelt schließlich Dinge - er fertigt sie nicht. Die Denkweise des Designers sieht vor, dass man stets vor und zurück geht, vor und zurück; Entwerfen und verwerfen, entwerfen und verwerfen. Das macht den Verwalter natürlich wahnsinnig. Der schäumt, tobt und fleht um Effizienz.

Wir alle tragen übrigens beide Sichtweisen in uns. Wir entscheiden uns meist irgendwann nur für eine bestimmte Rolle. Beide Rollen sind übrigens gleichwertig, gleich wichtig und gleich schwierig, denn bestünde die Welt nur aus Designern, gäbe es zwar tolle Ideen, aber keine Umsetzungen dieser Ideen, niemand der sie finanziert oder entsprechend in einen Arbeitsprozess hineinbringt.

Wer sich das Thema “Innovation” auf die Fahnen geschrieben hat, der muss den Designern mehr Raum geben. Designer brauchen ein kreatives Ambiente und eine ausgewogene Mischung aus Druck und Freiraum (siehe Apple). Wer seine Position aber lediglich stabil halten will, der besorgt sich jede Menge Verwalter und lässt sie ihre Arbeit verrichten (siehe Microsoft). Beides ist legitim.

Wie dem auch sei. Ich war jedenfalls sehr froh, dass Tim Leberecht von FrogDesign mir mit seinem Vortrag auf der re:publica erneut klargemacht hat (Designer neigen scheinbar auch immer zu Selbstzweifel, vgl. entwerfen/verwerfen), auf welcher Seite ich eigentlich stehe:

PS: Designer sind am Ende auch immer nur so gut, wie es ihr jeweiliger Verwalter zulässt - und umgekehrt! ZZZZENNNN!

26. Apr 2009

selecting the team

“I haven’t been much of a manager or much of anything else for that matter.”

22. Jan 2009

manager und unternehmer - managers and entrepreneurs

Alan Mulally ist Manager.
Henry Ford war Unternehmer.

Hartmut Mehdorn ist Manager.
Richard Branson ist Unternehmer.

Manager jammern und kürzen.
Unternehmer packen an und investieren.

Manager gehen mit einer Abfindung in die Pleite.
Unternehmer gehen mit einem gebrochenen Herzen in die Pleite.

Manager feiern mit Champagner ihren Erfolg.
Unternehmer feiern mit neuen Mitarbeitern ihren Erfolg.

Manager reden viel.
Unternehmer tun viel.

Manager sprechen über Pläne.
Unternehmer handeln mit Plänen.

Manager arbeiten auf Effizienz.
Unternehmer arbeiten auf Erfolg.

Manager reden mit Managern.
Unternehmer reden mit Menschen.

Manager haben Management gelernt.
Unternehmer haben vom Leben gelernt.

Manager haben Alpträume.
Unternehmer haben Visionen.

Manager verwalten Vorhandenes.
Unternehmer erschaffen Neues.

Manager sind Steuermänner.
Unternehmer sind Kapitäne.

Manager hassen Krisen.
Unternehmer nutzen Krisen.

Manager machen Großes klein.
Unternehmer machen Kleines groß.

Und der Kreis schließt sich.

(Eine mögliche Antwort auf diesen Beitrag)

Hier die englische Übersetzung von Christian Renz

Alan Mulally is a manager.
Henry Ford was an entrepreneur.

Hartmut Mehdorn is a manager.
Richard Branson is an entrepreneur.

Managers complain and cut investments.
Entrepreneurs muck in and invest.

Managers go bankrupt with a severance package.
Entrepreneurs go bankrupt with a broken heart.

Managers celebrate their success with champagne.
Entrepreneurs celebrate their success with new staff.

Managers talk a lot.
Entrepreneurs do a lot.

Managers talk about plans.
Entrepreneurs act on plans.

Managers work to be efficient.
Entrepreneurs work to be successful.

Managers talk to managers.
Entrepreneurs talk to humans.

Managers got their degree from a management university.
Entrepreneurs got their degree from the University of Life.

Managers have nightmares.
Entrepreneurs have visions.

Managers administrate present things.
Entrepreneurs create new things.

Managers are helmsmen.
Entrepreneurs are captains.

Managers hate a crisis.
Entrepreneurs make use of a crisis.

Managers make big things small.
Entrepreneurs make small things big.

And now we have come full circle.

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Ich an der Karlshochschule

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