BREITENBACH


feed your head

6. Jun 2009

expanded cinema university

Die Jugend von morgen wird sich der Videos als Mittel bedienen, um Dokumente der fähigsten Denker und Gestalter der Menschheit in das Szenario einzubringen. Nur durch das Szenario kann der Mensch schnell genug Ordnung in die konzeptiven Ressourcen seiner spontanen Formulierungen bringen. Die “Expanded Cinema University” von morgen, wie das Wort uni-vers - auf eins hin - impliziert, wird die Welt-Kommunität des Menschen durch den Strom des Verstehens und die spontan wahre Integrität des Kindes metaphysisch zusammenschmelzen.

Richard Buckminster Fuller in “Das totale Kommunikationssystem des Menschen”

1. Jun 2009

back from my ego to the brain(blogger)

limbusnimbus

Mein Leben verläuft grundsätzlich in Phasen. Wellen. Wie auch immer. Dennoch gibt es Konstanten (Fixsterne oder was auch immer) die mein Leben maßgeblich bestimmen. Die Idee über uns, unsere Welt und unsere Zukunft ist eine konstante Motivation. Deshalb entstand eben auch “Brainblogger”. In den letzten Monaten wurde das Blog jedoch zu “Breitenbach”, ein Tagebuch rund um mein Ego, welches offensichtlich Nahrung in Form von dieser Selbstdarstellung benötigte. Natürlich war diese Egobloggerei für Außenstehende so gut wie sinn- und wertfrei. Für mich persönlich war es interessant und wirklich sehr nützlich. Ich habe mich nun von mehr als 14 kg Geicht verabschiedet und viel über mich selbst erfahren. Wichtig, aber für andere eben einfach langweilig. Doch nun ist ja wieder eine Wende angesagt.

Ich möchte mich auf wesentlich wichtigere und weniger banale Dinge wie mich selbst konzentrieren. Ich will wieder lernen, über uns Menschen, über unsere Zukunft und das was wir uns erdenken und erträumen können. Maßgeblich dazu beigetragen hat sicherlich Bucky Fullers Buch “Bedienungsanleitung zum Raumschiff Erde”, welches mir wieder verdeutlichte, was wir alles mit unserem Leben anfangen könnten, wenn wir nur ein bißchen Zeit für Träume, Visionen und das Denken investieren, anstatt für Jammerei über Wirtschaft und Soziales, Lästerei über GNTP/DSDS-Sendungen oder sonstiges gegenseitiges Dissen.

Daher wird dieses Blog in Zukunft wieder seine ursprünglich vorgesehene Umlaufbahn einnehmen. Es soll in Zukunft sich wieder weniger um mich sondern vielmehr um die interessanten, faszinierenden und zukunftsträchtigen Fragen und Antworten dieses Raumschiffs Gehirn und Mutterschiffs Erde drehen. Ich will wieder lernen (durch schreiben) und mein Erlerntes einfach nur teilen, weitergeben und zum Weiterdenken anregen. Das ist das was ich gut kann. Das ist das, was mir Spaß macht. Das ist alles. Demnächst mehr.

1. Apr 2009

Meine 10 wichtigsten Fixsterne

prinz

Die großen Leute haben eine Vorliebe für Zahlen. Wenn ihr ihnen von einem neuen Freund erzählt, befragen sie euch nie über das Wesentliche.

Sie fragen euch nie: Wie ist der Klang seiner Stimme? Welche Spiele liebt er am meisten? Sammelt er Schmetterlinge?

Sie fragen euch. Wie alt ist er? Wieviel Brüder hat er? Wieviel wiegt er? Wieviel verdient sein Vater? Dann erst glauben sie ihn zu kennen.

aus “Der kleine Prinz” von Antoine de Saint-Exupéry

Es gibt Momente im Leben, da scheint man sich zu verlieren. Man ergießt sich ins Chaos der eigenen Muster und Gefühle, lässt los und gerät in den Strudel der unendlichen Möglichkeiten. Der große schwarze Ozean, der einem zu umschlingen droht, der einem alle vernünftigen Sinne und Orientierungsanker beraubt, der einen zu ersticken droht, ist stets darauf bedacht, die Dinge, die auf ihm schwimmen, zu Eigen zu machen. Ein stetes ziehen und drängen Richtung Meeresgrund. Richtung Ursprung. Richtung Teil des Ganzen. Richtung vollkommender Schwärze. Die alten Seefahrer taten gut daran das Sternenzelt als große gespiegelte Landkarte während ihrer langen Reisen auf hoher See zu nutzen. So gibt es am Firmament Fixsterne, dessen Position sich niemals veränderten und dessen Funktion es also sein kann, Menschen, die sich einen solchen Stern auserkoren haben, durch die dunklen, chaotischen Zeiten ihrer großen Lebensfahrt zu führen. Wer als Seefahrer sich immer wieder der orientierenden Funktion dieser Fixsterne bewusst macht, wird früher oder später sicher an diesen oder jenen Hafen ankommen. Nichtsdestotrotz lauert zu jeder Zeit die Unberechenbarkeit und die Gefahr auf die Reisenden. Doch Orientierung bietet den Reisenden den Rückhalt, um einfach bei drohender Gefahr ein Stück weit Gelassenheit zu entwickeln, nicht zusätzlich und unnötig in Panik zu verfallen und so ganz und gar unnötig eine Havarie zu verursachen. Heute liebe Freunde und Reisegefährten, werde ich euch und letzendlich auch mir meine Fixsterne vorstellen.

1. Es gibt für mich keine objektive Wahrheit. Es gibt nur eine Ansammlung von subjektiver Meinung, die als objektive Realität bestimmt und von anderen übernommen wird.

2. Wissenschaft ist für mich nur eine weitere Religion. Religion ist nur eine weitere Geschichte. Geschichten sind immer nur die Beschreibung unserer nicht fassbaren Realität.

3. Meine Welt kann nur durch und mit anderen Menschen erlebt und wahrgenommen werden. Kommunikation ist die Möglichkeit eine Verbindung und Austausch zwischen zwei Lebenswelten, also Realitäten, herzustellen.

4. Mein Sinn des Lebens lautet “Lernen”. Lernen bedeutet für mich das Auf- und Entdecken des Verborgenen. Lernen bedeutet “Weiterentwicklung”. Weiterentwicklung bedeutet “Bewegung”. Bewegung ist das Gegenteil zu (Leichen)Starre.

5. Ich lerne nur mit und durch andere Menschen. Ich brauche Vorbilder und bin dabei gleichzeitig selbst immer ein Vorbild für alle Menschen, mit denen ich kommuniziere.

6. Family first. Familie - trotz all der Herausforderungen und Ärgernisse, die diese Bande (Bund, Band) mit sich bringt - ist das engste Bindeglied des Menschen. Familie prägt(e) des Menschen Leben, es ist sein Vorgarten, zum eigenen Haus (Ego) der gehegt und gepflegt werden sollte, wenn er durch das Erblühen das Herz erfreuen sollte. Das nimmt Zeit und viel Liebe in Anspruch.

7. Ich meine, der Mensch ist stets getrieben von Eigeninteressen. Selbst Altruismus ist nur ein Konsens aus vielen Eigeninteressen. Meine Eigeninteresse sollte immer so gestaltet sein, dass sie anderen Menschen nicht schaden, sondern eher nutzen.

8. Die langfristige Kontrolle von anderen Menschen ist meines Erachtens unmöglich. Die Navigation der eigenen Handlungen ist aber sehr wohl möglich. Es ist sehr anstrengend und ein langer, schmerzvoller Lernprozess, den ich oben “Leben” getauft habe.

9. Beruf und Privatleben sollten möglichst im Einklang stattfinden, denn sonst gerät man sehr schnell in Handlungsweisen (wie z.B. die Lüge), die dem eigenen Haus (Geist) langfristig schaden oder es gar komplett abbrennen (Burnout). Geld ist dabei ein Mittel um das eigene Leben möglichst reibungslos und angenehm stattfinden zu lassen. Geld ist jedoch niemals ein alleiniges Ziel, denn von Geld kann man nicht lernen und Materie allein führt niemals zum erfüllten Glück.

10. Hass, Wut und viele andere Gedanken, die das Gegenteil von Glück und Liebe ausdrücken, sind ein Teil des großen Ganzen und damit für mich immer Lernwerkzeuge. Meine Wut sagt eigentlich nichts über die betreffende Person aus, sondern immer nur über mich selbst. Alle Menschen, denen ich begegne, sind ein Spiegel meiner Wirklichkeit und damit Lehrmeister meines Lebens, also auch die sogenannten “Feinde” und “Unsymphaten”. Lerne ich diese zu akzeptieren, lerne ich auch mich selbst und meine vorhandenen Schwächen zu akzeptieren, die somit sich zu Stärken verwandeln können, oder ganz einfach gelassen “Schwächen” bleiben.

Diese Fixsterne entstanden mehr oder weniger spontan und sind vielleicht als Momentaufnahme zu werten. Laut Punkt Nummer 5 würde es mich sehr interessieren, welche Fixsterne ich mit euch Lesern gemeinsam habe oder was ich sonst noch von euren persönlichen Fixsternen lernen könnte. Ich freue mich auf euer Feedback.

31. Jan 2009

“Wo ist die Matrix?” - Entwurf für einen möglichen Vortrag - Update

Update: Danke für das Feedback. Ich sehe schon, ich seh schon, zu allgemein, zu philosophisch, zu nonkommerziell, zu wenig praxisbezogen, zu abgedroschen, zu wenig spezifisch und so weiter. Danke für das Feedback. Wie wäre es dann mit “Digitale Kommuniation - Chancen und Fallstricke”. Oder “Wie du mir so ich dir - Chancen der digitalen Vernetzung”? oder “Der gläserne Mensch - Utopie oder Albtraum?” oder “Wie das Social Web endlich social wird” oder “Marken sind Schilder. Unternehmen sind Menschen - Ein wirtschaftlicher Umbruch?” oder “Meme und Muster erkennen und brechen - Ein bewussterer Umgang mit dem Netz” oder “Get real! Warum das Web wichtig, aber nicht alles ist” usw. Besser? Konkreter? Interessanter?

Update II: Meine Gedanken zurück ins Hirn geschoben.

13. Nov 2008

geschichten und kontext

Geschichten treiben uns um, nicht Fakten. Geschichten enthalten Fakten, aber diese Fakten verhalten sich zu den Geschichten wie das Skelett zum ganzen Menschen. Wer glaubt, beim Lernen gehe es darum, Fakten zu büffeln, der liegt völlig falsch; Einzelheiten machen nur Im Zusammenhang Sinn, und es ist dieser Zusammenhang und dieser Sinn, der die Einzelheiten interessant macht. Und nur dann, wenn die Fakten in diesem Sinne interessant sind, werden wir sie auch behalten.

aus Manfred Spitzers (Professor für Psychiatrie und Neurowissenschaften) “Lernen”

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Meine derzeitige Traumrolle

Ich an der Karlshochschule

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