BREITENBACH


feed your head

14. Mär 2009

Die kranke Welt in unsere Köpfe

Danke Boulevard, dass du uns die kranke Welt des Killers in aller Ausführlichkeit in unsere Hirne brennst. Danke, dass du uns mit billigen Fotomontagen zeigst, wie erwachsen und martialisch der 17-Jährige psychisch kranke Jugendliche mit großer Knarre aussehen könnte. Danke, dass du dadurch den Angehörigen aller Beteiligten noch mehr Angst, Schmerz und Wut schenkst. Danke an all die Unternehmen, die ihre Marken und Produkte im “Blutbad” präsentieren. Danke für die zahlreichen Fotos und Videos über den Täter, so werden wir ihn ganz gewiss sehr lange in Erinnerung behalten. Danke, dass ihr den immer wieder den vollständigen Namen des Täters nennt, so dass auch alle Namensbesitzer das Stigmata lange tragen dürfen. Danke, dass ihr Originalaufnahmen der letzten Minuten des Täters zeigt, so dass wir auch getrost ohne gesetzlich legitimierte Todesstrafe in den Genuss eines Rachegefühls kommen können. Danke, dass ihr Depression und psychische Krankheit weiter als gefährliches Tabuthema bestärkt. Danke, dass ihr 15-jährige, traumatisierte Opfer vor die Kamera stellt, damit sie ihre Wunden und Klassenfotos mit Todesopfern präsentieren. Danke, dass ihr auch die traumatisierten Fünftklässler, also Kinder, mit der Kamera interviewt. Danke, dass wir die Leichensäcke sehen durften. Danke, dass wir nochmal alle schrecklichen Amokläufe dieser Welt Revue passieren lassen konnten. Danke, dass du uns die kranken Videovermächtnisse von anderen Killern zeigst. Danke, dass du den Weg des Täters in einer 3D-Map zeigst, so dass wir die Tat in Gedanken besser durchspielen können.

Danke, dass wir durch euch ein Teil des Massakers sein dürfen!

31. Jan 2009

“Wo ist die Matrix?” - Entwurf für einen möglichen Vortrag - Update

Update: Danke für das Feedback. Ich sehe schon, ich seh schon, zu allgemein, zu philosophisch, zu nonkommerziell, zu wenig praxisbezogen, zu abgedroschen, zu wenig spezifisch und so weiter. Danke für das Feedback. Wie wäre es dann mit “Digitale Kommuniation - Chancen und Fallstricke”. Oder “Wie du mir so ich dir - Chancen der digitalen Vernetzung”? oder “Der gläserne Mensch - Utopie oder Albtraum?” oder “Wie das Social Web endlich social wird” oder “Marken sind Schilder. Unternehmen sind Menschen - Ein wirtschaftlicher Umbruch?” oder “Meme und Muster erkennen und brechen - Ein bewussterer Umgang mit dem Netz” oder “Get real! Warum das Web wichtig, aber nicht alles ist” usw. Besser? Konkreter? Interessanter?

Update II: Meine Gedanken zurück ins Hirn geschoben.

21. Jan 2009

abstraktief

jeder blogeintrag ist ein mantra,

ein eigenes instrument zum denken

für alle leser (für dich wie also auch für mich)
für alle autoren (für mich wie also auch für dich)

sollte man mal drüber grokken

PS: ich habe die zeilen bekommen. ich liebe dich sehr. alles ist gut.

19. Nov 2008

ein glas konstruktivismus

Ich habe da ein sehr schönes Schaubild für den Konstruktivismus gefunden, das gleichzeitig ein wunderbares Beispiel für die konstruktivistische Lerntheorie und der Rekombination vom Mem “Glashalbvoll/leer” ist.

14. Nov 2008

gutbösegutgutbösebösegutbösegutgutgut

Ich kann bzw. ich will nicht mehr Menschen in rein “gut” oder “böse” objektiv und stellvertretend für alle anderen Menschen in einer Gesellschaft für immer festgelegt einteilen (Auch wenn die Verlockung allgegenwärtig ist.) Da liegt doch der Haken. “Gut” und “Böse” kann nur jeder für sich selbst aus seiner subjektiven Denk- und Moralwelt heraus entscheiden. Wir alle haben den freien Willen Dinge, Taten und uns selbst in “gut” und “böse” einzuteilen, das heisst aber nicht, dass dies mit der Einteilung von anderen Menschen übereinstimmt. Wenn es keine Übereinstimmung gibt, kann es niemals die reine objektive Wahrheit sein, weil deren Makellosigkeit zerstört wäre. Demokratie und Konsens einverstanden. Eine makellose Wahrheit? Niemals!

Die einen glauben an einen heiligen Krieg, andere an den Frieden, Dritte wiederum huldigen Mammon und seinen Gesetzen. Wer von ihnen hat nun wirklich Recht? Natürlich immer nur wir selbst, bzw. unser eigenes Wertesystem. Wir orientieren uns an unserer Kultur und dessen Regeln, die wiederum ein Konsens (meist sehr alt und teilweise überholt) aus subjektiven Beobachtungen und Vorstellungen von der Welt. Früher dachten wir “onanieren” wäre böse. Menschen, die anders dachten und lebten, als der Konsens, wurden früher einmal auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Wir haben nicht die wahre Erkennnis von der Welt, sondern nur rein Ich-oder fremdgefärbte Fragmente. So wie meine Ausführungen hier. Man kann sie sowohl als naiv, idealistisch, freidenkerisch, anarchistisch, spinnert, selbstgefällig, als auch als subversiv, dumm, klug, weise, affig oder einfach nur sympathisch, also zu mir passend, werten.

Es geschieht. Alles gleichzeitig. Ich kann nur so sein, wie ich bin oder vielmehr die Vorbilder, die ich mir suche oder in der Vergangenheit gesucht habe: Menschen, von denen ich mehr lernen möchte, Lehren, die mich begeistern oder Ideen, die mich inspirieren. Aber eben auch Menschen, die einen runterziehen können, durch die Demütigung oder Verletzung anderer Menschen. Auch das sind Vorbilder, weil man es erlebt und parallel somit auch im Inneren miterlebt. Das heisst aber nicht, dass man dieses Vorbild anhaltend umklammern muss. Kinder, die von ihren Vätern geschlagen wurden, sind eben nicht dazu verdammt das gleiche zu tun. Väter, die ihre Kinder jetzt schlagen, sind nicht dazu verdammt es auch weiterhin zu tun. Väter, die selbst nicht geschlagen wurden, sind aber auch nicht absolut davor gefeit, ihre Kinder nicht zu schlagen.

Alles fließt und somit hat jeder Mensch und jede Idee die verdammte Chance und Möglichkeit sich zu verändern, sich neu zu orientieren. Verzeihen, Entschuldigen, ein Neuanfang. Alles ist drin. Sonst wäre das alles hier auf Erden sehr sehr traurig, aber vor allem tierisch langweilig.

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Meine derzeitige Traumrolle

Ich an der Karlshochschule

Philoretisieren

philoretisieren

Videografieren



Fotografieren



Sozialisieren

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