BREITENBACH


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5. Jun 2009

Gelüste, Gehirn und Drogen

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Neben der körperlichen Abhängigkeit vereinzelter Drogen ist die psychische Komponente in diesem Bereich um ein vielfaches größer. Eine körperliche Abhängigkeit ist durch einen Entzug heutzutage relativ gut in den Griff zu bekommen, weitaus schwieriger ist der Umgang mit der Abhängigkeit im Kopf. Man kann sich das in etwa so vorstellen: Drogenuser nehmen Drogen in einem sozialen Kontext, das bedeutet sie verknüpfen ihren Konsum direkt mit ihrem Erleben und ihrer Umgebung. Zigarettenraucher erleben soziale Kontakte während ihrem Raucherpäuschen, einer Kneipenrunde - sie verknüpfen den Konsum also permanent mit oftmals angenehmen, entspannenden und lustigen Gesprächssituationen. Die Zigarette danach, verknüpft den gerade erlebten Höhepunkt mit dem Konsum des Glimmstengels. Das gleiche gilt für jede andere Droge oder Substanz, die ein User zu sich nimmt. Immer wird der Konsum mit der jeweiligen Situtation, Menschen, Wahrnehmung und Gegenständen verknüpft. So ist es eben dann kein Wunder, wenn ehemalige Drogenkonsumenten Gelüste bekommen, wenn sie beispielsweise bestimmte Musik hören, eine Spritze sehen oder von Leuten umgeben sind, die permanent Zigarettenpausen machen. Und natürlich ist die Entwöhnung vom Alkohol um ein vielfaches schwieriger, wenn man in einer Kultur lebt, die den Alkohol geradezu verherrlicht und dessen Symbole und Signale an jeder Ecke lauern.

Forscher in den USA sind nun gerade dabei Techniken zu entwickeln, die genau dieses Phänomen abmildern soll. Es findet tatsächlich eine Art Deprogrammierung statt. Der jeweilige “Patient” kann lernen seine Gelüste, die ein bestimmtes Bild auf einem Gehirn-Scan zeigen, zu kontrollieren. Wie genau das funktionieren soll, kann man auf Technology Review nachlesen.

Meines Erachtens ist es immens wichtig ein solches verknüpftes, kontextuales Verständnis von Drogen und Drogengebrauch zu entwickeln. Man kann es nicht einfach so trennen nach: Drogen als Substanz ist schlecht, lass es weg und alles ist gut.

Es ist wie so vieles auch ein ganzheitlicher äußerst komplexer Prozess. Diese Kontexttheorie könnte auch erklären, warum langjährige Drogenkonsumenten eine weitaus geringere Chance haben von ihrer Sucht loszukommen. Sie haben einfach viel zu lange die Realität mit ihrem eigenen Drogenkonsum verknüpft, d.h. sie kennen keinen anderen Zustand mehr und ihnen begegnen viel zu viele Erinnerungsanker, die die beschriebenen Gelüste wieder aufwecken. Und bitte auch nicht den bereits beschriebenen Belohnungsfaktor vergessen.

1. Jun 2009

back from my ego to the brain(blogger)

limbusnimbus

Mein Leben verläuft grundsätzlich in Phasen. Wellen. Wie auch immer. Dennoch gibt es Konstanten (Fixsterne oder was auch immer) die mein Leben maßgeblich bestimmen. Die Idee über uns, unsere Welt und unsere Zukunft ist eine konstante Motivation. Deshalb entstand eben auch “Brainblogger”. In den letzten Monaten wurde das Blog jedoch zu “Breitenbach”, ein Tagebuch rund um mein Ego, welches offensichtlich Nahrung in Form von dieser Selbstdarstellung benötigte. Natürlich war diese Egobloggerei für Außenstehende so gut wie sinn- und wertfrei. Für mich persönlich war es interessant und wirklich sehr nützlich. Ich habe mich nun von mehr als 14 kg Geicht verabschiedet und viel über mich selbst erfahren. Wichtig, aber für andere eben einfach langweilig. Doch nun ist ja wieder eine Wende angesagt.

Ich möchte mich auf wesentlich wichtigere und weniger banale Dinge wie mich selbst konzentrieren. Ich will wieder lernen, über uns Menschen, über unsere Zukunft und das was wir uns erdenken und erträumen können. Maßgeblich dazu beigetragen hat sicherlich Bucky Fullers Buch “Bedienungsanleitung zum Raumschiff Erde”, welches mir wieder verdeutlichte, was wir alles mit unserem Leben anfangen könnten, wenn wir nur ein bißchen Zeit für Träume, Visionen und das Denken investieren, anstatt für Jammerei über Wirtschaft und Soziales, Lästerei über GNTP/DSDS-Sendungen oder sonstiges gegenseitiges Dissen.

Daher wird dieses Blog in Zukunft wieder seine ursprünglich vorgesehene Umlaufbahn einnehmen. Es soll in Zukunft sich wieder weniger um mich sondern vielmehr um die interessanten, faszinierenden und zukunftsträchtigen Fragen und Antworten dieses Raumschiffs Gehirn und Mutterschiffs Erde drehen. Ich will wieder lernen (durch schreiben) und mein Erlerntes einfach nur teilen, weitergeben und zum Weiterdenken anregen. Das ist das was ich gut kann. Das ist das, was mir Spaß macht. Das ist alles. Demnächst mehr.

13. Nov 2008

geschichten und kontext

Geschichten treiben uns um, nicht Fakten. Geschichten enthalten Fakten, aber diese Fakten verhalten sich zu den Geschichten wie das Skelett zum ganzen Menschen. Wer glaubt, beim Lernen gehe es darum, Fakten zu büffeln, der liegt völlig falsch; Einzelheiten machen nur Im Zusammenhang Sinn, und es ist dieser Zusammenhang und dieser Sinn, der die Einzelheiten interessant macht. Und nur dann, wenn die Fakten in diesem Sinne interessant sind, werden wir sie auch behalten.

aus Manfred Spitzers (Professor für Psychiatrie und Neurowissenschaften) “Lernen”

3. Nov 2008

der kleine virus im kopf

Kennt ihr das Gefuhl manchmal von etwas fremdgesteuert zu sein? Es macht irgendwie -Klick- und ihr tut Dinge, die ihr anschließend bereut. “Sucht” ist ein klassisches Beispiel dafür. Die erste Zigarette nach der letzten. Gewalt aus Wut ist ein anderes geläufiges Beispiel. Wir stoßen uns den kleinen Zeh an der fiesen Türschwelle und würden das Ding am liebsten in Grund und Boden sprengen. Das sind für uns sehr klare und nachvollziehbare Affekthandlungen, die wir irgendwie einordnen können. Genauer damit beschäftigen tun sich jedoch die wenigsten von uns. Es ist wie es ist. Aber mal angenommen sehr viel mehr unserer tagtäglichen Verhaltensweisen werden unbewusst durch feste Muster und Programme gesteuert. Sind wir Opfer von geistigen Parasiten? Ist der Terrorismus oder Fanatismus an sich das Ergebnis von gedanklichen Viren? Und können wir uns, wenn es tatsächlich soetwas gibt, davon befreien? Dan Dennett versucht darauf eine Antwort zu geben:

4. Jun 2008

Stop Brainchatting!

Was passiert, wenn wir eine der beiden Gehirnhälften ausschalten? Was sagt uns das über uns selbst? Nun, die Gehirnforscherin Dr. Jill Bolte Taylor hat es am eigenen Leib erlebt und berichtet davon in einer durchaus gelungenen und sehr emotional mitreissenden Keynote bei TEDTalks 2008:

Das Stoppen des “Brainchatters” ist übrigens keine neue Erkenntnis. Meditation dient alleine diesem Ziel.

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Meine derzeitige Traumrolle

Ich an der Karlshochschule

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