BREITENBACH


feed your head

1. Jun 2009

back from my ego to the brain(blogger)

limbusnimbus

Mein Leben verläuft grundsätzlich in Phasen. Wellen. Wie auch immer. Dennoch gibt es Konstanten (Fixsterne oder was auch immer) die mein Leben maßgeblich bestimmen. Die Idee über uns, unsere Welt und unsere Zukunft ist eine konstante Motivation. Deshalb entstand eben auch “Brainblogger”. In den letzten Monaten wurde das Blog jedoch zu “Breitenbach”, ein Tagebuch rund um mein Ego, welches offensichtlich Nahrung in Form von dieser Selbstdarstellung benötigte. Natürlich war diese Egobloggerei für Außenstehende so gut wie sinn- und wertfrei. Für mich persönlich war es interessant und wirklich sehr nützlich. Ich habe mich nun von mehr als 14 kg Geicht verabschiedet und viel über mich selbst erfahren. Wichtig, aber für andere eben einfach langweilig. Doch nun ist ja wieder eine Wende angesagt.

Ich möchte mich auf wesentlich wichtigere und weniger banale Dinge wie mich selbst konzentrieren. Ich will wieder lernen, über uns Menschen, über unsere Zukunft und das was wir uns erdenken und erträumen können. Maßgeblich dazu beigetragen hat sicherlich Bucky Fullers Buch “Bedienungsanleitung zum Raumschiff Erde”, welches mir wieder verdeutlichte, was wir alles mit unserem Leben anfangen könnten, wenn wir nur ein bißchen Zeit für Träume, Visionen und das Denken investieren, anstatt für Jammerei über Wirtschaft und Soziales, Lästerei über GNTP/DSDS-Sendungen oder sonstiges gegenseitiges Dissen.

Daher wird dieses Blog in Zukunft wieder seine ursprünglich vorgesehene Umlaufbahn einnehmen. Es soll in Zukunft sich wieder weniger um mich sondern vielmehr um die interessanten, faszinierenden und zukunftsträchtigen Fragen und Antworten dieses Raumschiffs Gehirn und Mutterschiffs Erde drehen. Ich will wieder lernen (durch schreiben) und mein Erlerntes einfach nur teilen, weitergeben und zum Weiterdenken anregen. Das ist das was ich gut kann. Das ist das, was mir Spaß macht. Das ist alles. Demnächst mehr.

1. Apr 2009

Meine 10 wichtigsten Fixsterne

prinz

Die großen Leute haben eine Vorliebe für Zahlen. Wenn ihr ihnen von einem neuen Freund erzählt, befragen sie euch nie über das Wesentliche.

Sie fragen euch nie: Wie ist der Klang seiner Stimme? Welche Spiele liebt er am meisten? Sammelt er Schmetterlinge?

Sie fragen euch. Wie alt ist er? Wieviel Brüder hat er? Wieviel wiegt er? Wieviel verdient sein Vater? Dann erst glauben sie ihn zu kennen.

aus “Der kleine Prinz” von Antoine de Saint-Exupéry

Es gibt Momente im Leben, da scheint man sich zu verlieren. Man ergießt sich ins Chaos der eigenen Muster und Gefühle, lässt los und gerät in den Strudel der unendlichen Möglichkeiten. Der große schwarze Ozean, der einem zu umschlingen droht, der einem alle vernünftigen Sinne und Orientierungsanker beraubt, der einen zu ersticken droht, ist stets darauf bedacht, die Dinge, die auf ihm schwimmen, zu Eigen zu machen. Ein stetes ziehen und drängen Richtung Meeresgrund. Richtung Ursprung. Richtung Teil des Ganzen. Richtung vollkommender Schwärze. Die alten Seefahrer taten gut daran das Sternenzelt als große gespiegelte Landkarte während ihrer langen Reisen auf hoher See zu nutzen. So gibt es am Firmament Fixsterne, dessen Position sich niemals veränderten und dessen Funktion es also sein kann, Menschen, die sich einen solchen Stern auserkoren haben, durch die dunklen, chaotischen Zeiten ihrer großen Lebensfahrt zu führen. Wer als Seefahrer sich immer wieder der orientierenden Funktion dieser Fixsterne bewusst macht, wird früher oder später sicher an diesen oder jenen Hafen ankommen. Nichtsdestotrotz lauert zu jeder Zeit die Unberechenbarkeit und die Gefahr auf die Reisenden. Doch Orientierung bietet den Reisenden den Rückhalt, um einfach bei drohender Gefahr ein Stück weit Gelassenheit zu entwickeln, nicht zusätzlich und unnötig in Panik zu verfallen und so ganz und gar unnötig eine Havarie zu verursachen. Heute liebe Freunde und Reisegefährten, werde ich euch und letzendlich auch mir meine Fixsterne vorstellen.

1. Es gibt für mich keine objektive Wahrheit. Es gibt nur eine Ansammlung von subjektiver Meinung, die als objektive Realität bestimmt und von anderen übernommen wird.

2. Wissenschaft ist für mich nur eine weitere Religion. Religion ist nur eine weitere Geschichte. Geschichten sind immer nur die Beschreibung unserer nicht fassbaren Realität.

3. Meine Welt kann nur durch und mit anderen Menschen erlebt und wahrgenommen werden. Kommunikation ist die Möglichkeit eine Verbindung und Austausch zwischen zwei Lebenswelten, also Realitäten, herzustellen.

4. Mein Sinn des Lebens lautet “Lernen”. Lernen bedeutet für mich das Auf- und Entdecken des Verborgenen. Lernen bedeutet “Weiterentwicklung”. Weiterentwicklung bedeutet “Bewegung”. Bewegung ist das Gegenteil zu (Leichen)Starre.

5. Ich lerne nur mit und durch andere Menschen. Ich brauche Vorbilder und bin dabei gleichzeitig selbst immer ein Vorbild für alle Menschen, mit denen ich kommuniziere.

6. Family first. Familie - trotz all der Herausforderungen und Ärgernisse, die diese Bande (Bund, Band) mit sich bringt - ist das engste Bindeglied des Menschen. Familie prägt(e) des Menschen Leben, es ist sein Vorgarten, zum eigenen Haus (Ego) der gehegt und gepflegt werden sollte, wenn er durch das Erblühen das Herz erfreuen sollte. Das nimmt Zeit und viel Liebe in Anspruch.

7. Ich meine, der Mensch ist stets getrieben von Eigeninteressen. Selbst Altruismus ist nur ein Konsens aus vielen Eigeninteressen. Meine Eigeninteresse sollte immer so gestaltet sein, dass sie anderen Menschen nicht schaden, sondern eher nutzen.

8. Die langfristige Kontrolle von anderen Menschen ist meines Erachtens unmöglich. Die Navigation der eigenen Handlungen ist aber sehr wohl möglich. Es ist sehr anstrengend und ein langer, schmerzvoller Lernprozess, den ich oben “Leben” getauft habe.

9. Beruf und Privatleben sollten möglichst im Einklang stattfinden, denn sonst gerät man sehr schnell in Handlungsweisen (wie z.B. die Lüge), die dem eigenen Haus (Geist) langfristig schaden oder es gar komplett abbrennen (Burnout). Geld ist dabei ein Mittel um das eigene Leben möglichst reibungslos und angenehm stattfinden zu lassen. Geld ist jedoch niemals ein alleiniges Ziel, denn von Geld kann man nicht lernen und Materie allein führt niemals zum erfüllten Glück.

10. Hass, Wut und viele andere Gedanken, die das Gegenteil von Glück und Liebe ausdrücken, sind ein Teil des großen Ganzen und damit für mich immer Lernwerkzeuge. Meine Wut sagt eigentlich nichts über die betreffende Person aus, sondern immer nur über mich selbst. Alle Menschen, denen ich begegne, sind ein Spiegel meiner Wirklichkeit und damit Lehrmeister meines Lebens, also auch die sogenannten “Feinde” und “Unsymphaten”. Lerne ich diese zu akzeptieren, lerne ich auch mich selbst und meine vorhandenen Schwächen zu akzeptieren, die somit sich zu Stärken verwandeln können, oder ganz einfach gelassen “Schwächen” bleiben.

Diese Fixsterne entstanden mehr oder weniger spontan und sind vielleicht als Momentaufnahme zu werten. Laut Punkt Nummer 5 würde es mich sehr interessieren, welche Fixsterne ich mit euch Lesern gemeinsam habe oder was ich sonst noch von euren persönlichen Fixsternen lernen könnte. Ich freue mich auf euer Feedback.

25. Mär 2009

geschichten

wir träumen geschichten
wir imitieren geschichten
wir leben geschichten
wir sind geschichten
dann schreib doch geschichte

13. Jan 2009

bloggen 09

blogschange

Viele Dinge haben sich im letzten Jahr für mich persönlich herauskristallisiert und drastisch verändert. Eine ganz persönliche Erkenntnis davon hat das Bloggen betroffen. Mein Ausstieg beim Werbeblogger (demnächst werde ich ihn tuttokompletti in Rolands Hände übergeben, denn ein immer und doch nie präsenter Seniorchef kann ganz schön blockieren, vor allem wenn so neue, frische und sprühende Kräfte am Werk sind) Das ist mir beileibe nicht leicht gefallen. Zuviel Zeit, Leidenschaft und Herzblut habe ich da hineingesteckt um einfach mal so 5 Jahre loslassen zu können.

Dennoch war es wirklich einfach notwendig, denn nun wird das Kind tatsächlich, wie so vieles andere im Web oder im Leben erwachsen. Ich bin und bleibe jedoch ein Spielkind. Ich muss experimentieren, ständig neues machen, natürlich ist da jede Menge Quatsch und irrsinniger Schwachsinn dabei, aber es sind für mich alles Puzzleteile, die sich irgendwann oder irgendwo mit anderen Dingen verknüpfen lassen. Das ist mein Job. Ich verknüpfe Dinge, Ideen, Meme, Gedanken und zum Teil eben auch Menschen. Schon witzig, dass ich mich vorher noch nie so getraut habe, es so klar auszudrücken, aber so ist es. So empfinde ich es.

Jedenfalls muss ich dem ein oder anderen wabernden Gerücht den Garaus machen, dass ich mich mit Rolli-Roland für immer verstritten hätte. Es stimmt schon, wie waren in einigen Punkten uneinig, es herrschte mal eine kleine Funkstille, düstere Gedanken meinerseits, die aber ganz allein auf mich und meiner Situation zurückzuführen waren. Eine Situation, in der ich generell in mich gehen musste, um die Dinge neu zu ordnen. Ich danke Roland jedenfalls für seine Geduld, sein diplomatisches und herzliches Gemüt. Ich glaube wir wissen beide was wir voneinander haben, auch wenn die stürmischen Momentaufnahmen im Leben oft nach außen und innen eine ganz andere Geschichte erzählen. Ich denke, er wird nicht immer alles verstehen was ich so mache und ich verstehe eben nicht immer, was er manchmal so macht. Aber ich habe ja jetzt einen neuen Lieblingsausdruck aus dem Englischen: “Let’s agree to differ”. Lass uns darauf einigen, dass wir manchmal unterschiedlicher Meinung sind. Das ist verdammt wichtig. Das ist mir wichtig. Nur so kann ich lernen. Ich brauche Kontra und die Zustimmung. So wie wahrscheinlich jeder von uns.

Blogs und all der andere Kommunikationskram im Internet haben für mich im Zuge des ganzen Kladdereradatsch wieder eine neue Bedeutung erlangt. Es geht nicht darum ein Medium für die Masse zu werden. Es geht darum sich selbst auszudrücken. Zu zeigen wer man ist. Warum man ist. Wozu man Lust hat und wozu nicht. Und dass die Persönlichkeit eines Menschen wesentlich vielschichtiger ist als zwei oder drei Blogeinträge. Ich verstehe schon, warum sich so wenig trauen, da ihre Momentaufnahmen ihres emotionalen Lebens da reinzustecken. Immer in der Angst, man würde für immer als die oder die Person wahrgenommen.

Blogs sind für mich die mächtigen Vorläufer der Social Networks, jedenfalls könnte man sie so nutzen, wenn man denn will. Blogs sind für mich auch Radare, auf denen ich neue Dinge zum verknüpfen finde oder neue interessante Menschen kennen lerne. Ich lasse mich gerne treiben und nehme mal dies, mal das mit in mein Oberstübchen. Lasse das wirken, reliktiere jenes und kreeiere aus Inspirationen wieder etwas neues . Ich liebe das einfach. Egal ob das am Ende als gut oder schlecht bewertet, als massentauglich oder selbstreferentielles Nischenblah abgetan wird. Das interessiert mich nicht mehr. Nicht mehr in meinem Blog.

Auch in diesem Jahr, in der wir alle in einer Art Krisenmantra zu versinken drohen, sind Blogs sehr wichtig. Sie sind das Tor zu unseren Gedanken. Sie sind wie unsere Augen, ein Zugang zur Seele und damit ein Ankerpunkt für ein gemeinsames Schaffen. Blogs sind wichtige Netzwerkpunkte. Je authentischer, je vielfältiger, desto gewinnbringender. Blogs sind ein Hort neuer Ideen. Ein Ort in den man sich ausspinnen darf und somit eben auch etliche gedankliche Perlen für die Allgemeinheit aufspüren kann. Blogs sind Gespräche. Wenn man denn will.

Mit Blogs kann man Dinge gewinne, die man so direkt und unmittelbar gar nicht mit Geld aufwiegen kann. Jedenfalls für mich. Jetzt. Zum Glück. Wieder. Danke!

19. Dez 2008

kommentare kritik gespräche inspiration

Ich habe Kommentare auf Blogs in der Vergangenheit immer als eine Art Nonplusultra gepredigt. Doch das sind sie nicht. Für eine Kommentarkultur fehlt es leider noch ein wenig an einer allgemeinen, sehr breiten Gesprächskultur. An einer gewissen kommunikativen Grundeinstellung. Einem Konsens. Diskussionen gleiten im Netz sehr oft ins Persönliche ab, sie gehen am Thema vorbei und ab und zu tauchen dann sogenannte Trolle auf, die einfach nur (aus welchen gründen auch immer) die Zerstörung des Gespräches und der geäußerten Gedanken im Sinn haben. Nicht falsch verstehen, ich habe nichts gegen Kritik, ich äußere sie selbst sehr sehr oft. Doch glaube ich daran, dass Kritik immer irgendwie sachlich begründbar sein muss und auch konstruktive Elemente enthalten sollte. Beim Werbeblogger habe ich in der Vergangenheit sehr oft und sehr spitz kritisiert, natürlich auch provokativ, weil bei reiner Lobhudelei natürlich auch kein Diskurs stattfindet. Aber bei all der Ironie, dem Sarkasmus und der für manche Menschen arrogant wirkenden Haltung, war es mir immer sehr wichtig, den Menschen dahinter nicht persönlich anzugreifen, sondern über die Sache zu sprechen. Mir war es desweiteren ebenfalls sehr wichtig auch immer bestimmte Alternativen aufzuzeigen. Natürlich war und bin ich von dem was ich sage in diesem Moment immer überzeugt, doch das heisst nicht, dass es allgemeingültig wahr bzw. richtig ist oder ich es morgen immer noch ganz genauso so sehe wie gestern.

Egal und wie auch immer. Der Werbeblogger war zu letzt ein kommunikativer Energiefresser für mich. Die kleinste Trollbemerkung hat mich auf die Palme gebracht, vielleicht gerade weil ich dachte, dass Kommentare ein Instrument des Gespräches, des inspirierenden Diskurses ist. Natürlich finden auch immer noch in den Kommentaren die ein oder andere spannende Diskussion statt, doch je größer die Zahl der Kommentierenden wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine solche Diskussion kippt und ähnlich wie ein See einfach abstirbt. Die darin enthaltenen wertollen Gedanken gehen unter und es steht nur noch die blanke Reptilienkommunikation im Vordergrund: Kampf oder Flucht. Ich bin toll, du bist scheisse. Das letzte Wort hab ich ja sowieso und Recht natürlich auch.

Ich glaube ein wesentlicher Grund, warum die deutsche Blogosphäre nie wirklich so explodiert ist wie in anderen Ländern, ist die Tatsache, dass wir einfach anders miteinander umgehen. Wir (achtung überspitzte subjektiv empfundene Verallgemeinerung) sind zum einen Perfektionisten und bekämpfen Imperfektion statt sie als Herausforderung und Geschenk zu betrachten. Für uns sind Fehler tödlich. Wir legen mehr Wert auf die vergangen Taten und Titel eines Menschen (Obrigkeitsglaube) anstatt uns darauf zu konzentrieren was sie im Hier & Jetzt leisten und denken. Wir hassen neue Dinge, die wir nicht verstehen und verteufeln sie gleich mal, anstatt sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Wir sind nicht nur skeptisch, wir sind zwanghaft nörgelig und betrachten Lob als etwas Schlimmes, Verweichlichtes oder Unaufrichtiges. Ein einfachess “Danke” in den Kommentaren wird eher als Spamversuch gewertet als, als solches angenommen (Was natürlich auch am tatsächlichen Ärgernis Spam liegt). Wir loben andere Menschen nicht, weil wir selbst oft genug nicht gelobt werden und wenn wir es werden, so sind wir meistens so paranoid, dass wir es nicht als echte Lob annehmen können. Net g’schimpft is gelobt genug. Ganz schlimm.

Ich hab da keinen Bock mehr drauf. Ich ändere die Richtung, ohne die Gewissheit, wie lange ich es durchhalte. Aber ich versuche es. Immer und immer wieder.

Seit ich das alles hinter mich gelassen habe (kein einfacher Schritt), hatte ich sehr viele und sehr wertvolle Gespräche AUSSERHALB von Blogkommentaren. Initiiert von Twitter oder Social Networks, fortgeführt in Skype-Chats oder Telefonanrufen, manifestiert in persönliche Treffen und Gesprächen. Das ist der echte wertolle und inspirierende Dialog, den ich schon so lange vermisst habe.

Die Blogosphäre hat sich verändert. Der Kern ist weitergezogen und unterhält sich einfach ganz woanders. Nämlich dort, wo sie ihre Ruhe haben. Dort, wo sie auf die Dinge stoßen, die man in Blogs leider immer seltener antrifft: Leben und leben lassen - ohne dabei zum rückgratlosen Weichspüler zu degenerieren. Es geht letzendlich nämlich auch nicht darum nun immer übertrieben happy mit anderen Menschen umzugehen. Es geht darum, wie Brown es sehr schnell und präzise hier auf den Punkt brachte: do unto others as you would have them do unto you / Behandle Menschen so, wie du willst, dass sie dich behandeln. Natürlich möchte ich auch Kritik entgegennehmen. Natürlich möchte ich nicht immer mit Samthandschuhen angefasst werden, aber ganz genauso bin ich wie jeder andere auch auf Lob und Anerkennung angewiesen, ich bin wie jeder andere auch danach süchtig.

Von daher werde ich mich nun täglich bemühen, meine Wahrnehmung neu zu justieren. Energieraubende Aktivitäten, wie sinnlose zu nichts führende Kommentarstreits, meiden und verstärkt inspirierende Ideen wertschätzen. Überhaupt ist Inspiration das entscheidende Stichwort. Es ist für mich losgelöst von “richtig” oder “falsch”, von Lob oder Kritik. Fehler (die sich nicht permanent wiederholen) sind nämlich manchmal unglaublich inspirierend. Fast inspirierender als scheinbare perfekte Ergebnisse. Auch dafür bin ich in Zukunft einfach verstärkt dankbar.

Ich freue mich auf das was kommt und ich freue mich auf die vielen weiteren tollen Menschen, die ich innerhalb der letzten Wochen allein durch diesen Loslösungsprozess kennengelernt habe. Es ist ein toller, energiegeladener Prozess und hoffe, dass der Kahn so lange wie möglich auf Kurs bleibt. Ich schrieb hier einmal, dass die Karawane weiterzieht. Ich glaube genau das passiert in diesem Moment und ich glaube genau dafür wurde das Internet erschaffen: BEWEGUNG! AVANTI! GO GO GO!

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