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Ab und zu mache ich hier eine Audiokolumne:



DailyCoffeeBreak Podcast
2. Mai 2010

“Haste mal ne Schmitte?” oder Wie das Zigarettenmarketing in Zukunft laufen wird

Gestern entdeckte ich an der Tankstelle meines Vertrauens eine Schachtel Che Guevara Zigaretten. Hmm, dachte ich mir, gar keine schlechte Idee, die die Damen und Herren der Marketingabteilung da perfide ausgeheckt haben. Eine so mit Freiheit und Rebellion besetzte Ikone lässt sich memetisch für das Produkt Zigaretten (und vor allem auf dem Packshot) natürlich wunderbar einsetzen. Gerade in Zeiten von zunehmenden Werbeverboten muss eine Zigarettenmarke sich über ihre Verpackung und ihren Namen positionieren. Früher, als man noch lang und breit in Werbespots kleine Trickfilmmännchen oder animierte Kamele paffen lassen konnte, als man wild und frei über die Prärie gallopierte, ja früher, da konnte man noch wunderbar ein knackiges Image rund um die langweilige Kippenverpackung stricken. Heute ist das etwas anders. Kaum noch Werbemöglichkeiten, der Aufbau einer Story eines Images wird zunehmend schwieriger. Scheiss Gesundheitslobby usw. Die Verpackung, aber vor allem den Name selbst muss stärker in den Vordergrund rücken. Neue Vorbilder müssen her. Nur so kanns gehen.

Wenn es also bereits eine Che Guevara Zigarettenmarke all das erfüllt, , was wäre dann ein mögliches Sequel? Welche Ikonen gibt es noch, die noch ganz andere Zielgruppen ansprechen? Dabei herausgekommen ist folgender Case:

SCHMIDT - Rauchen ist nichts für Anfänger

Ich danke allen Mitstreitern die am 1. Mai in guter Laune die Marke schon gleich mundpropagandamäßig mit flotten Sprüchen gestreut haben. Von “Haste mal ne Schmitte?” über “Ich hab’ Schmacht auf Schmitte” bis hin zu “Schmidteinander schmauchen” wurden bereits intensive Feldstudien gefahren, wie man die Marke in die Alltagssprache der jungen Erwachsenen erfolgreich einführen kann.

Übrigens ist die Folgemarke auch schon in Mache: Loki Light.

  • http://schmitt-sebastian.blog.de/ Schmitt Sebastian

    “Schmitt gut, alles gut!”

    Noch nen schönen Abend… und “lustiges Schmitteinandner!”

  • http://blip.fm/Huldine Huldine

    “Die muss man einfach schmidtnehmen”

    Ich kann mir mittlerweile übrigens auch die rauchige Stimme hierzu vorstellen. So gings mir nämlich nach dem großartigen “Abend der Arbeit”. Coole Entwürfe!

  • http://www.werbeblogger.de Roland

    “Ohne Schall. Mit Rauch. Schmidt.”
    Sehr schöner Case.

  • http://hp2010.wordpress.com jemand

    Der obligatorische Warnhinweis wurde aber vergessen.

  • http://www.brainblogger.de Patrick Breitenbach

    @jemand: Bei Schmidt sind sämtliche Warnungen außer Kraft gesetzt.

  • Marcus

    I’d smoke them.

  • http://blindtextblog.blogspot.com ramses101

    Ich denke eher, das Zigarettenmarketing der Zukunft wird dem Kokainmarketing der Gegenwart ähneln ;-)

  • http://www.mein-wandkalender.de Peter

    Servus,
    ich finde das ist eine phantastische Idee für das Mass Customization im Bereich eines Industriezweiges – Dauerhaft die individualisierte und “eigene” Marke zu rauchen ist eine sehr schöne Idee.

    Dann würde ich z.B. Müller Zigaretten rauchen.

    Herzliche Grüße
    Peter

  • http://radio-pr.com/ Frank

    Was Grünes müsste noch rein. Schmidt raucht Menthol.

  • http://www.brainblogger.de Patrick Breitenbach

    @Frank: Richtig. Aber das konnte ich noch nie verstehen, wie man sowas nur machen kann. :-)

  • http://blip.fm/Huldine Huldine

    Ich bin ganz auf deiner Seite, Frank!