Blogpression ist gekennzeichnet vom totalen Rückzug, von der sich steigernden Verrammelung und der daraus resultierenden Einsamkeit. Blogpression äußert sich in erster Linie nicht durch Unzufriedenheit, Lustlosigkeit oder Traurigkeit, sondern von einer unbeschreiblichen Leere, die in jenen Momenten unauffüllbar zu sein scheint. Blogpression ist ein echtes Dreckschwein, weil es die eigene Wahrnehmung mit einem ölverschmierten Film überzieht und so jedwede flüssige Form von positiver Glückseligkeit abperlen lässt, während es den schmierig-dreckig negativen Teil so begierig aufsaugt. Blogpression ist nicht von außen auflösbar. Sie kommt von innen und geht von innen.
Was soll man noch bloggen, wenn man das Gefühl hat schon alles gesagt zu haben?
Was soll man noch bloggen, wenn man das Gefühl hat die Leute um einen herum hören sowieso nicht mehr richtig zu?
Was soll man noch bloggen, wenn man das Gefühl hat seinen Humor verloren zu haben?
Genau das!

Es endlich Frühling und wir können uns die eingetrocknete Kruste von der Seele klopfen.
Hier ist jedenfalls wieder geöffnet.


