
(Randnotiz an mich: Kulturbetriebe als Nährboden für später aufkeimende Kulturen und Subkulturen mit eigenen memetischen Codes wie Farbe, Kleidung, Musik etc. zur Wiedererkennung der jeweiligen Kulturbeteiligten im gesamten Mempool. Kultur ist also schon immer stark vernetzt, vor allem mit dem Identitätsbegriff)
Auf der stART-conference were ich einen Vortrag zum Thema “Kultur zu vernetzen?!” halten. Da ich momentan noch überhaupt so gar keine genau Ahnung habe, was ich da eigentlich erzählen werde, man aber schon sehr gespannt nach meinem Exzerpt fragt, werde ich das Thema nun nach und nach in Form gießen. (Hoffentlich schmeisst man mich angesichts dieser Aussage nicht wieder raus) Der Vortrag wird – ganz webbytwopintoi – ein “Mashup” sein. Gemeinsam mit einer Kulturmanagerstudentinan unserer Karlshochschule werde ich im Zuge eines praktischen Projektes der Frage nachgehen, wie man einen Oldschool-Kulturbetrieb digital vernetzen kann, so dass er sich selbst gesteckte Ziele besser erreichen kann (Bekanntheit, Verkauf, Vermarktung etc. pp) – Mit “Oldschool” meine ich Kultur, die eher nicht angesiedelt ist im Supermarkenbereich, so wie das hier:
(via ramses101)
Ich rede von Kunst und Kultur, die es entweder noch nicht geschafft hat von großen Marken eingenommen zu werden, es gar nicht will oder sich bewusst dagegen sträubt. Eines bleibt aber dennoch eine große Gemeinsamkeit: alle wollen mehr oder weniger Geld generieren, die Kulturbetriebe müssen etwas einnehmen um langfristig zu überleben, schon gar in einem Staat, bei dem als allererstes im Bereich Kultur, Soziales etc. gestrichen und gespart wird. Manchmal geht es bei Kultur aber auch vielleicht auch einfach nur darum “gesehen” bzw. generell wahrgenommen zu werden. Ich glaube es gibt kaum ein Gegenstand der Kultur, der die Absicht hat sich vor der Welt zu verstecken.
Daher werde ich im ersten Teil über meinen Kulturbegriff sprechen – den ich mir erst erarbeiten bzw präzisieren muss – um dann die Möglichkeiten und Vorteile von dessen digitaler Vernetzung zu erörtern, um eben dann am Ende den Vortrag mit der Präsentation der praktischen Arbeit abzurunden. Ich finde für ein grobes Gerüst hört sich das doch schonmal ganz gut an. Reicht das jetzt auch schon als Kurzfassung für das Programm?


