Mein Job ist es unter anderem, Puzzleteile zusammenzufügen. Muster zu erkennen, Dinge und Menschen miteinander zu verbinden. Die Leere des Nicht-Wissens mit Informationsketten zu füllen. Neues erschaffen durch die Rekombination von vorhandenen Ansätzen. Ideen zu imitieren und zu verweben. Dazu muss man einerseits den eigenen Geist sehr weit aufmachen, riskiert aber andererseits dabei von den Massen an vielfältigen Informationen (Liebe, Hass, Klarheit, Zwietracht, Klugheit, Dummheit, Wahrheit, Lüge) überrollt zu werden. Man riskiert oft die “falschen” Dinge miteinander zu verknüpfen und gerät mitunter sehr leicht in die Sphären von Misstrauen oder gar Paranoia.
Wir alle verbinden Dinge. Das verbindet uns wiederum. Die einen tun es intensiv, die anderen versuchen sich lieber hinter Dogmen (resultierend aus Erziehung, Religion und Meinungsmache) zu verstecken. Sie schützen ihre kleine zerbrechliche Welt, die nichts anderes ist, als die Verknüpfung von lauter verschiedenen kleinen Denkansätzen (ich nenne sie gerne Meme). Ich bin sicherlich entfernt davon ein Genie zu sein und liege nicht so nahe am Wahnsinn wie Mr. Nash, aber ich kann sehr gut nachvollziehen, was ihn zu so einem grandiosen Mathematiker/Analytiker machte und zum anderen, wieso er sich in diverse, für uns irreale Phantasien verstricken konnte. Er hat zu viel miteinander verbunden, eventuell sogar falsche Dinge verknüpft. Letztendlich hat er nichts anderes versucht, als für sich das große Chaos zu ordnen und zur absoluten Wahrheit zu gelangen, also den Schritt hinter die Kulissen zu wagen.
Wir alle verknüpfen Dinge. Wir entscheiden aber auch welche Zutaten und in welcher Intensität wir das tun. Wir können gute Dinge aber auch bedrohliche Dinge verweben. Wichtig ist nur, dass wir uns dessen bewusst sind und dass ein Kampf gegen die Verknüpfung generell einfach nur kontraproduktiv ist.



