Jan 4, 2009
fideles pokern
Ein frischgebackener zweifacher Vater bekommt nicht oft die Gelegenheit allein zu einem Herrenabend auszugehen. Umso mehr war ich erfreut, dass im neuen Jahr eine Pokerpartie beim guten aber alten Radulf angesetzt wurde. Natürlich war auch einiges Weibsvolk anwesend, aber es war sowohl dem männlichen Gastgeber, wie auch mir klar, dass wir die Partie eigentlich komplett unter uns beiden Machoarschlöchern ausmachen würden. Entsprechend imposant waren dann auch die martialischen Klischeepokerposen:

Das Abbild zeigt mir deutlich, wieviel Potenzial in mir als zukünftiger Darsteller für die zigtausendste Verfilmung einer Fidel Castro Biografie steckt. Für den einen oder anderen Lebensabschnitt könnte es mit zunehmenden Bartwuchs glatt reichen. Wichtig ist ja weniger das Aussehen, sondern vielmehr die Bild- und Körpersprache.
Übrigens wird beim Poker grundsätzlich so gemischt:

auch wenn sich der eine oder andere Anwesende in der Runde an den Skat-Sketch mit Loriot erinnert fühlten. Ich finde ich habe den Job des Mischers und Dealers zuverlässig, aber vor allem höchst dynamisch ausgeführt. Jedenfalls fielen mir bei dieser Mischmethode nicht aufgrund von motorischen Unzulänglichkeiten ständig die Karten aus der Hand. Am Ende bin ich übrigens mit 0 rausgegangen. In Anbetracht der Tatsache, dass ich knapp vor Spielende noch knietief im Minus steckte und in einer entscheidenden Mega-Pott Runde den gesamten Verlust wieder zurückerobern konnte, ist 0 mehr als zufriedenstellend. Der College-Fond der Kinder kann also unangetastet bleiben, für Yale reicht es aber halt immer noch nicht. Die besagte Runde hat mir einen Puls von 200 verschafft und es befanden sich insgesamt 4 Flush auf den Händen, welches den hohen Einsatz erklärte. Gigantisch. So weiß ich endlich, wieso manche von sowas süchtig werden.
Jedenfalls ein gelungener Abend mit anschließender kleinen Gesprächsrunde, die bis in die frühen Morgenstunde tagte. Danke an Gastgeberin, Gastgeber und alle Mitspieler und ich bin gespannt ob noch ein Bericht von Radulf folgt. Hier Radulfs Reportage zum Abend.





[...] waren: Huldine, Pedde, Radulf, Schanne, Jirimam und [...]
Hehe, verstehe. Und ich suchte euch vergeblich in Facebook bzw. Facebook Poker…
Ich glaube, das ist der erste “Feld, Wald und Wiesen”-Blogpost, den ich von dir lese. Fühlt sich gut an
Du siehst sehr dynamisch aus, ja. Du warst so dynamisch, dass du ganz verschwommen aussiehst, das liegt gar nicht an der Belichtung.
[...] bis jetzt ganz gut. Auch trinke ich bestimmt drei oder viermal so viel Wasser wie sonst. Selbst ein whiskeytriefender Pokerabend war in der Woche möglich. Dort wurde um mich herum zwar ordentlich Flips, Chips und Nüsschen [...]