Aufregung. Aufregen über Aufregung. Aufregen über Aufregung über die Aufregung:
Seid ihr alte Freunde? Kennt ihr euch schon lange? Habt ihr euch persönlich getroffen? Habt ihr mal telefoniert? Hast du alle seine Beiträge und Kommentare gelesen? Hast du alle seine Blogeinträge gelesen? Liest du ihn regelmäßig oder nur ab und zu? Kennst du einen Beitrag von Robert, der dich aufregt? Aber du weisst schon wer Robert ist? Du weisst, was er für ein Mensch ist? Mit all seinen Fehlern und Vorzügen, mit all seinen Spleens und angenehmen Seiten. Du kennst ihn gut? Flüchtig? Du urteilst über ihn? Okay. Interessant. Möchtest du, dass auch du von anderen Menschen so beurteilt wirst? Wie? So? Du wirst auch von anderen so beurteilt. Möchtest du, dass dich Menschen beleidigen, traktieren, dich mobben oder verfluchen? Möchtest du das? Ja? Dann tu dir keinen Zwang an. Fröne der geistigen S/M.
Robert ist nicht aus Teflon. Robert ist auch kein Bloggott. Robert ist eine Person. Ein echter Mensch. Mit offenem Visier. Von Anfang an. Wer sich von ihm angegriffen fühlt, der wird ohne jeden Zweifel emotional von ihm gepackt. Das kann man nicht leugen. Das kann ich nicht leugnen. Robert hat aber verdammt viel Zeit und Herzblut investiert. Er hat sein Ding durchgezogen. Er ist vielen auf die Füße gelatscht. Er hat sich aber auch oft dafür entschuldigt. Er schreibt wie er spricht. Schnell, mal brilliant, mal diffus. Mit Fehlern und Macken. Ja mei. So isser halt. Herzlich, mal locker, mal gramsig. Jedenfalls so wie ich Robert “kenne”. Mein eigenes Bild von Robert. Meine Projektion. Mein kleines bißchen “Basic Thinking” in meinem Kopf. Doch das reicht mir. Robert, ich wünsche dir einen wunderschönen und für dich gelungenen Neuanfang, vollends befreit vom Ballast eines klebrigvollgekleisterten Katamaris und genug Kohle, um was neues zu starten.
Evolution baby!
PS: Ich widerspreche vehement eurer Dreieinigkeit im Podcast in Bezug auf das Nicht-Bloggen von Fehlern und Schattenseiten des Lebens. Je mehr Infos, desto kompletter das Bild des (imperfekten) Menschen. Naked Conversation. (Habe dich früher eher als den deutschen Scobel und weniger als den TeCrunchiemunchie gesehen, Robert) Aber ist wohl Geschmackssache. Man darf sich über gewisse Antipathien aber dann anschließend nicht wundern. Es entsteht nämlich das zerbrechliche Bild eines Übermenschen. Solche Personen dürfen aus einleuchtenden Gründen hier nicht existieren. Sie bedrohen. Unsere Überzeugungen und unser Weltbild. Das ist der Feind. Der mögliche Meinungsmacher. Unpersonen. Die No-Go-Zone. Tabu. Raus und draußen bleiben! Abschaum. Pack. Und anderes äußerst auffällig-abfälliges Vokabular.



