Dez 19, 2008
Vater zu sein …
… bedeutet in erster Linie, das man das erste Mal so wirklich begreift, was “das Leben” eigentlich ist.
… bedeutet zu sich Selbst finden zu können ohne ständig nur an sich selbst zu denken.
… bedeutet immer für die Familie da sein zu müssen.
… bedeutet Karriere, Job, Beruf und Vatersein unter einen Hut bringen zu müssen.
… bedeutet genügend Aufmerksamkeit beiden Welten zu schenken.
… bedeutet unglaublichen Druck zu verspüren.
… bedeutet sehr tiefe Zufriedenheit beim Anblick eines glücklichen Kindes zu genießen.
… bedeutet Freude an der kindlich-freien Kommunikation.
… bedeutet Sorge um den Raub der unschuldigen Kommunikation und Handeln durch unser aller Vorbild.
… ist einfach einzigartig.
Vater zu sein ist wirklich gar nicht so einfach, wie es sich anhört. Es ist komplett anders. Es ist unglaublich bereichernd. Es ist superanstrengend und stressig. Es ist sehr oft unendlich herzlich und einfach nur lustig. Der Schlafmangel (nur am Anfang, das geht vorbei) ist wie ein ewiger Jet-Lag, grenzt teilweise an einem Verstoß gegen die Genfer Menschenrechtskonventionen, aber in etlichen Momenten steht die Zeit einfach still. Das ist wunderschön. Und man wünscht sich immer mehr solcher Momente, spürt dabei aber auch immer die peikenden Versorgungshummeln im Hintern - unabhängig von der Rollenverteilung. So ist es eben auch, Vater zu sein. Jedenfalls für mich. Im Moment.






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Hallo Patrick.
Sehr schön umschrieben. Sehe schon, Mutter Natur sorgt für neue Prioritäten. Bestätigt meine Behauptung, dass sich auch bei Papa während der Schwangerschaft/Geburt “hormonell bedingt” das Weltbild ändert.
Zumindest bei denen, die das Prädikat Vater verdienen. Selbigen einen Frohes, friedliches und gesundes Fest im Kreise ihrer Familie.
Gruss, Peter
(Nach Diktat mit meinem Freund & Lebenspartner verreist)
Das wünsche ich euch auch!
hehe. süß und irgendwie wunderschön!
Jetzt muss ich diesen Blog auch noch abonnieren … der Kerl wird immer sympathischer. Und Patrick, Vater sein lässt sich noch steigern: kleine Kinder, kleine Sorgen, grosse Kinder, grosse Sorgen. Hoffe, das gilt auch für die Freuden …
@Reto: Danke!
Und ja, je älter desto schöner (finde ich bis jetzt) bzw. anders irgendwie. Wenn man irgendwann wieder ein paar Stunden am Stück schlafen kann.
Das Faszinierende: die Zwerge werden zu eigenen Persönlichkeiten. Schneller als einem lieb ist ;-).