
Ich bin sowas von aufgeregt. Ich stehe kurz davor in einen neuen beruflichen Lebensabschnitt einzutreten. Dazu werde ich manches loslassen, ein Schritt, der wirklich nicht einfach ist, denn er erfordert Vertrauen. Vertrauen in andere Menschen, Vertrauen in mich und meine Fähigkeiten, aber in erster Linie das Vertrauen der Menschen, für die ich verantwortlich bin. In einer Gesellschaft in der Selbstbewusstsein oft in einem Topf mit Selbstgefälligkeit oder Narzismus geworfen wird, ist es gar nicht so einfach als reflektierender Mensch durchs Leben zu ziehen. Selbstsicherheit wirkt auf nicht selbstsichere Menschen bedrohlich, denn ein strotzendes Selbstbewusstsein erinnert einen nur viel zu oft an das eigene verletzliche Ego und an all die Wünsche und Träume, die man doch hätte umsetzen können, wenn man doch nur die Gelegenheit …
Genau das ist der Punkt. Versuchen und darüber reden allein reicht eben nicht. Andere für ihren Erfolg, für ihren mutigen Schritt beneiden ist einfach viel zu wenig. Schadenfreude bei gescheiterten mutigen Schritten ist Gift für eine nach Weiterentwicklung strebende Gesellschaft. Also lautet die Konsequenz, wenn man etwas verändern möchte: Vormachen. Man muss selbst den Schritt gehen.
Ich werde ihn sehr bald gehen. Für manche mag er lächerlich erscheinen oder gar nicht so dramatisch wie es jetzt hier vielleicht klingt, aber für mich selbst, ist es ein sehr großer und bedeutender Schritt, denn ich verlasse ein Stück weit sicheres Territorium, tauche ein in unbekannte Gebiete ohne zu wissen was mich, aber vor allem meiner zu versorgenden Familie erwartet. Scheitert es? Wird es ein großer Erfolg? Zerplatzt der Traum oder wird er Realität? Ich werde es sehr bald herausfinden. Ich bin sehr zuversichtlich und sicher, dass es ein Erfolg wird.
Aber – ich bin sowas von aufgeregt.


