In welchem Zeitgeist oder Epoche leben wir? Sind wir zur ewigen Wiederholung verdammt? Sind wir nur noch Rezitierer? Leben wir tatsächlich dank globaler Vernetzung und Archivierung von tonnenweise Material über vergangene Moden, Musikstile, Filme und somit auch potenziellen Vorbildern und Lebensentwürfen in einer Art “Be-Kind-Rewind”-Epoche? Ist überhaupt noch Raum da für neue Stilrichtungen oder können wir bereits jetzt sagen, dass wir nur noch replizieren und rekombinieren können? Und wenn es neue Stilrichtungen gäbe, wären sie ähnlich imposant und breit verankert wie beispielsweise die 20er oder 68er? Oder suchen und wechseln wir einfach unsere Kulturnischen und besuchen heute eine Charleston- und morgen einfach eine 68er Party? Gibt es noch so etwas wie eine “breite Identität” in Form einer (Sub)kultur oder sind wir bereits auf dem Weg zu einem freien Individuum?



