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Ab und zu mache ich hier eine Audiokolumne:



DailyCoffeeBreak Podcast
15. Jun 2008

Re: Angst

Eine mögliche Antwort auf den Blogeintrag “Angst” bei Rebell ohne Markt:

Es gibt ein Ungleichgewicht der Angst in diesem Land. Man muss überlegen, wie man die Angst dorthin zurückträgt, wo sie herkommt.

Angst allein kann nicht nur von “außen” entstehen, weil es kein “außen” im System gibt. Angst braucht immer auch Rezeptoren. Unsere materiell geprägte Kultur, der durch Industrialisierung und Technologisierung bedingte Verlust von alten spirituellen Strömungen lässt uns in einem Meer aus Ungewissheit und Orientierungslosigkeit treiben. Wir glauben nicht mehr an Gott, aber wir sehnen und nach einem. Die Wissenschaft hat uns lange Zeit verboten, einen zu haben. Wir wissen heute nicht nur keine Antworten auf die existenziellen Fragen, wir stellen sie meist gar nicht mehr, sondern verharren im ewigen Ego-Zustand auf einem der beiden Pole: Gut oder böse – böse oder gut.

Angst kann zwar gestreut werden, jedoch muss sie auch zugelassen werden, damit sie überhaupt andocken kann. Angst entsteht durch die Aktivierung der wichtigsten “Programme” im menschlichen Denken, die da lauten: Tod (also Ichverlust und Verlust von anderen “Ichs” die das eigene Ich bilden), Verlust von materiellen Besitztümern (Armut) und Ausgrenzung aus der Gesellschaft (Verrücktheit). Diese Wegweiser zwingen uns ständig dazu dem Einfluss von angstschürenden Dingen nachzugeben, sich dem allgemeingültigen Bild dieser Gesellschaft, also den Normen, anzupassen. Sie sind die Rezeptoren für Angst.

Die Angst ist auf der Seite der Wehrlosen, sie ist nicht auf der Seite der Korrupten und derer, die Wanzen verstecken, Angst ist ein Instrument, gegen das es keine gesetzlichen Regelungen gibt, und die Frage, die sich mir stellt, ist eigentlich ganz einfach: Wie bleibt man legal, und produziert trotzdem Angst auf der anderen Seite, und zwar so, dass eine Abwehr mit Typen wie dem oben genannten schwer wird?

Wer Angst sät, wird auch immer wieder Angst ernten. Die Lösung kann also immer nur die bewusste Vermeidung der Aussendung von Angst sein, denn wenn wir begreifen, dass die böse Seite von sich selbst denkt, dass sie zu den “Guten” gehören, wird uns sehr schnell klar, dass wir mehr gemeinsam haben, als wir bisher dachten. Beide Seiten, egal ob subjektiv als “gut” oder “böse” eingestuft, haben Angst davor etwas von ihrer Existenz und allem was da an materiellen Dingen dazugehört abzugeben. Das gegenseitige Angstmachen, schürt doch gerade die Gewalt im gesamten System. Angst einflößen impliziert auf der anderen Seite genau das gleiche Verlangen, nämlich “Angst um Angst” zurückzuschlagen.

Angst ist also das falsche Mittel. Die Frage lautet also eher, wie gehen wir mit “denen auf der anderen Seite” um? Wie kommunizieren wir mit “ihnen” – wollen wir das überhaupt? Wollen “wir” in Ruhe gelassen werden oder lieber permanent rekrutieren und “andere” überzeugen. Wollen “wir” Recht besitzen oder uns den “anderen” annähren. Soll es dauerhaft Krieg oder Frieden sein?

Kann es sowas wie weissen Angstismus, Terrorismus geben?

Wir befinden uns ja gerade mittendrin. Wir halten es alle am Leben. Wir ernähren Terror durch die Streuung und Akzeptanz von Ängsten. Ohne Angst gäbe es gar keinen Kampf gegen den Terror bzw. den Terror als solchen. Terrorismus ist ein von uns selbst erschaffener, zum großen Teil gedanklich konstruierter Leviathan. Wieviele Menschen sind denn unmittelbar körperlich vom Terror bedroht und wieviele Menschen fühlen sich nur rein gedanklich vom Terror bedroht? Durch die weltweiten Kanäle der Medien gelangen die Konflikte der “restlichen” Welt direkt und in High-Def mitten in unser kuscheliges Wohnzimmer. Die Couch wird zum Kriegsschauplatz und gleichzeitig zum terroristischen Ziel. Dabei werden wir von den Medien tagtäglich dazu angehalten, zu wovor wir uns zu fürchten und was wir gefälligst zu hassen haben. Das ist der Motor des Systems Terror.

Ein Naturvolk im brasilianischen Regenwald, kennt bzw. kannte Terror einfach nicht in dem Maße, wie wir ihn definieren. Es hat jedenfalls keinerlei Vorstellung von “unserem Terrorismus”, geschweige denn von explodierenden Wolkenkratzern. Es weiß weder etwas vom Nahostkonflikt, noch etwas von schwindenen Ressourcen. Es hat keine Ahnung von rivalisierenden Religionen oder politischen Ansichten, geschweige denn von ausgebeuteten oder nutznießenden Staaten. Darüber sollte man mal einen Moment nachdenken, denn dann wird einem schnell bewusst, wie flexibel eine Weltanschauung eigentlich ist und dass die Strukturen doch nicht so verkrustet sind, wie man oftmals annimmt.

Was kann das Individuum gegen das System und seine Organisationen tun, wenn der Staat sich nicht mehr dem Bürger, sondern dem halbverstaatlichten Beziehungskomplex mit seinen Lobbyisten, Vertretern und Verwaltern verpflichtet fühlt?

Wir sind alle Teil des “Systems”, wir konstruieren es täglich mit und es verändert sich nicht, solange wir es “füttern” durch entsprechende Denkweisen und Handlungen. Wir halten die Nicht-Veränderung am Leben. Ein System ändert sich ständig, nur durch unser Zutun bleibt es starr und unbeweglich. Wenn wir etwas ändern wollen, so muss es jeder einzelne für sich tun. Das “Kollektiv”, also das Volk, der Staat oder die Gesellschaft entsteht durch die Gesamtheit aller vorhandenen Lebens- und Denkeinstellungen.

Die klassischen Medien, insbesondere das Fernsehen ist zu unserem gesellschaftlichem Hauptvorbild geworden. Großfamilienstrukturen lösten sich auf, Anonymität auf der realen Ebene macht sich breit und wir kommunizieren fast nur noch per Bande, also über die Medien. Film- und Serienfiguren sind unsere Vorbilder geworden. Ihren Lebenstil kopieren so viele Menschen. Nachrichten sind zum Alleinwissen mutiert. Die kurzen bunt geschnittenen Clips suggerieren uns, wie die Welt funktioniert bzw. zu funktionieren hat. Shows nehmen uns die Langeweile, weil wir in den Kandidaten uns selbst suchen und uns an ihnen orientieren. Doku-Soaps, meist inszeniert und verfälscht zusammengeschnitten, sollen uns ein Bild über unsere eigene Gesellschaft wiedergeben und wir hinterfragen es nicht. In einer medialen Welt, in dem die Kanäle zu “Programmen” in unserem Kopf werden, können wir nur reagieren, indem wir uns dessen bewusst werden. Das ist der erste wichtige Schritt. Sich Bewusstwerden, was wir täglich konsumieren und welchen Einfluss es auf unsere Psyche, auf unser Denken ausübt.

Vielleicht liegt die Lösung in der intensiven Aufklärung, in der Untersuchung nach stark wirkenden, tatsächlich aber schwachen und verletzlichen Punkten im System. Man muss lernen, was Angst ist, wie sie entsteht und wie sie wirkt. Jeder hat Angst.

Die Lösung liegt nur in der Bewusstmachung von Angst, nicht in der Suche nach Schwachstellen des sogenannten “Feindes”. Denn sonst befindet man sich wieder mittendrin im Spiel des Kollektivs, also des ewigen Kampfes um das eigene Selbstbild aufrechtzuerhalten, das da lautet: Du bist böse und ich bin gut. Die Antwort lautet aber eher: Wir sind.

Wir sind eine Spezies, die gerade einmal ein paar Generationen zwischen sich und friedlich lebenden Primaten hat, die aber heute schon emsig Smartphones bedienen können. Wir sind aber auf der Schwelle zu einer neuen Evolutionsstufe, die rein geistig abläuft, indem wir durch die Vernetzung von Informationen, Wissen und der Chance andere Kulturen kennen- und schätzen zu lernen, uns in einem größeren Kontext vorstellen können. Erst wenn wir uns diesem großen Kontext bewusst werden, also den gemeinsamen Wurzeln der Menschen (die berühmte Ursuppe), erst dann können wir ein Ziel setzen, ob wir weiterhin gegeneinander kämpfen möchten, oder ob wir endlich einmal damit beginnen an einem Strang zu ziehen und das Leben zu konstruieren, wie es im Grunde genommen jeder Mensch für sich selbst und seine Nachkommen wünscht: Ein Leben in Frieden, Harmonie und reiner Glückseligkeit. Es ist alles im Überfluss da. Wir müssen nur lernen es miteinander zu teilen.

Die Antwort kann nicht sein, die Iren rauszuschmeissen, die Antwort muss sein, dem System noch mehr Gegenangst zu machen.

Wenn man mal begriffen hat, dass man gar nicht außerhalb des Systems existieren kann, sondern immer Teil dessen ist, dann wird man auch sehr schnell begreifen, dass man durch Angst verbreiten auch wieder Angst kassieren wird. Eine Befreiuung kann niemals gewaltsam geschehen, denn es mündet immer wieder in einer Gefangenschaft. Eine Befreiuung kann erst dann geschehen, wenn wir allen ihre Freiheit zusprechen. Angst kann man nie bekämpfen, Angst kann man höchstens integrieren und damit weniger zum Bestimmer des eigenen Lebens machen.

  • http://twitter.com/Theincredible The Incredible Hagen

    Einmal mehr wieder ein toller Beitrag…Interessant, dass du viele Dinge beschreibst, wie ich sie auch schon “erkannt” habe bzw über die ich ähnlich denke.

    Das erste Mal richtig bewusst über das Thema “Freiheit” und “Gleichheit” und wie man denn ein besseres System tatsächlich erreichen könne, habe in der 12ten Klasse über das Thema.
    Ich habe damals eine Belegarbeit zur “Geschichte des Anarchismus” geschrieben. Zu Beginn wahr ich noch fest davon überzuegt, dass das alles nicht so schwer sein kann und Anarchi machbar ist und es dann allen besser gehen würde.
    Am Ende der Arbeit musste ich dann natürlich auch ein Fazit ziehen und mir selber eingestehen, dass es eben überhaupt nicht einfach ist. Nicht zuletzt weil alle praktischen Ansätze immer geschweitert sind, weil sie auch nur innerhalb des Systems, militärisch geschützt stattfanden.

    Das Fazit war deshalb das Gleiche wie in deinem Text, “wir” also wir alle müssen uns selbst befreien und begreifen. Eine Hilfe von Außen ist ausgeschlossen. Schon alleine deshalb, weil jeder Mensch einen äußeren Eingriff immer als eine Art Angriff wertet.

    Zu guter letzt ist es mit der Angst wiemit allen (negativen) Dingen in unserem Leben: Man muss sie bewusst wahrnehmen, erleben, zulassen. Sich mit ihnen auseinandersetzen, um sie zu “bewältigen.”

  • http://www.flausenkopf.net Flausenkopf

    sehr guter Beitrag der im großen und ganzen endliche viele sachen mal auf den Punkt bringt.
    Angst ist eigentliche Sinne nicht hinderlich, sondern aktivierend. Angst bewirkt Motivation dagegen vorzugehen. Ist die Angst aber nicht direkt greifbar, wie im Falle Terreorimus, ist sie lähmend. Kein Stück vorwärts kein Stück zurück. Wir verkriechen uns in unserer Höhlen und lassen uns mit heiler Welt beflimmern – Wir unterdrücken.
    Eine Angst zu schüren die für den menschlichen Geist nicht greifbar ist, ist natürlich auch mittel um ihn zu Lenken. Man braucht ihm nur eine Anleitung zur Befreiung von der Angst zu geben.Häppchen für Häppchen. Denn ICH weiß wie wir die Angst besiegen können – Du musst mir nur folgen!

  • http://meonly.de/ Iris

    Dein Beitrag ist in meinen Augen eine Demonstration für das Mittel gegen Angst: Wissen.
    Je mehr ein Mensch in der Lage ist, die Strukturen und Regeln eines sozialen Gefüges zu begreifen, Zusammenhänge und Wechselwirkungen zu erkennen, desto weniger fürchtet er sich. Denn er hat nicht mehr so sehr das Gefühl, (s)einem System hilflos ausgeliefert zu sein, weil er nicht versteht, wie es funktioniert. Und er lässt sich nicht mehr so leicht von den Zerrbildern der Angstmacher verunsichern, die Angst benutzen, um möglichst viele Menschen für ihre Interessen zu rekrutieren und hinter sich zu versammeln.

    Doch die Sammlung und Vermittlung von genügend Wissen an genügend Menschen erscheint mir wie ein Wettlauf gegen die Zeit, denn die Systeme, in denen wir leben, vergrößern und verdichten sich ständig. Das erschwert es dem Einzelnen, sich einen Überblick über ‘das große Ganze’ und seine Position darin zu verschaffen. Das macht die Befreiung des Geistes von der Angst zu einer Sisyphos-Aufgabe.

  • http://DerMorgen.blogspot.com John Dean

    Dons Frage war, wie man Machtassymetrie überwinden kann. Insofern bin ich ganz bei dir, Patrick, also auch bei Fragen von Bildung und Aufklärung. Leider wird damit die eigentliche Machtassymetrie nicht unbedingt überwunden. Wenn den Schwächsten in der Gesellschaft regelmäßig Angst gemacht wird, wenn sie ein Defizit von Machtmitteln haben, während sich unsere ökonmischen – und – politischen Eliten an einem Überfluss an Machtmitteln und auch Angstproduktion verfügen:

    Was dann?

    Wie lautet dann die Antwort? Wie ist das zu überwinden?

  • Vroni

    Den neuen Artikel von Don (den ich sehr respektiere) bezüglich deines “Re:Angst”-Artikels beachtend, muss ich sagen: Don dampft mir persönlich das zu sehr als materielle Existenzangst ein. Mir fehlt von ihm – gerade von ihm – der geistige/spirituelle Input. (Hatte ich eigentlich in seiner Replik erhofft.)

    Klar hat er, der Idealist in gewissem Sinne, sich als Geisteswissenschaftler/Historiker in seinem Replik-Artikel für eine geistige statt materielle Investition entschieden (brav! :-) und gut für das Karma, egal ob jüdisches oder katholisches oder buddhistisches). Und dank Mamme, die ihn versorgte, hat er das auch halbwegs gepackt und ist durchgekommen.

    Viele aber haben keine Mamme, die ihn/sie mit Apfelkuchen versorgen. Mein Mann z. B. hat sich für das Geistige entschieden (brotloses geistiges Studium) und bekam seit seiner Schülerzeit von daheim nur Schmackes in Form von körperlichen und geistigen Ohrfeigen der Eltern als Gesamtregierung. Da ist seine Entscheidung noch mal höher zu bewerten. Sag ich mal so.

    BTW: The german “Ängst” ist mehr als rein materielle Angst. Sie ist spirituell, sie ist in Körper und Geist: existenziell. Ich weiss das, denn ich hatte/habe einen Angehörigen, der “Ängst” in Form einer Angststörung/Depression zu bewältigen hat. Das geht tiefer, als nur nix zum Fressen zu haben. Denn Angst haben auch die, die eigentlich genug haben. Vielleicht aber auch deswegen.

    Ich behaupte sogar, The German Ängst ist Ursache der ganzen Nazi-Scheiße mit deren Angst-/Paranoia-Argumenten.

  • Vroni

    @ Iris

    Angst ist mehr als Furcht vor etwas Konkretem.
    Angst ist: diffuse Vernichtungsgefühle im Nebel.
    Der Bewältigungsversuch von Vernichtungsgefühlen durch rein Kognitives (dem bewusstem Wissen) ist zwar löblich, aber nicht hinzukriegen.
    Das ist provakativ gesagt, ein großer – eben kognitiver – Irrtum der Neuzeit.

  • http://meonly.de/ Iris

    @Vroni:

    Angst ist mehr als Furcht vor etwas Konkretem.

    Das würd’ ich nicht bestreiten. Wenn man nicht weiß, wo man steht und welche Kräfte wie auf die eigene Existenz einwirken, kann man auch seine Angst nicht konkretisieren. Die Angst vor dem Unbekannten ist vielleicht sogar die schlimmste.

    Der Bewältigungsversuch von Vernichtungsgefühlen durch rein Kognitives (dem bewusstem Wissen) ist zwar löblich, aber nicht hinzukriegen.

    Wieso? Vor dem was ich (er)kenne und einigermaßen einschätzen kann fürchte ich mich zumindest weniger als vor unkalkulierbaren Risiken (im undurchsichtigen Nebel). Was schlägst Du denn vor, wie man der Angst begegnen sollte?

  • Vroni

    Die Angst vorm Tod erkennen.

  • http://meonly.de/ Iris

    Den Tod hat Patrick im zweiten Absatz als eines der wichtigsten Programme im menschlichen Denken und Rezeptor der Angst beschrieben.
    Dem Tod kann niemand ausweichen. Aber man kann mit ihm leben, wenn man sich seine Gegenwart bewusst macht. Nur so kann man merken, wenn da etwas versucht anzudocken …

  • http://www.werbeblogger.de Patrick Breitenbach

    @John Dean: Die Antwort lautet (auf den ersten Blick) eigentlich ganz einfach: Diejenigen, die WIssen haben müssen Wissen weitergeben. Diejenigen, die die asymetrischen Machtsysteme durchschauen, müssen sie aufklärerisch entlarven.

    Das oberste Ziel: Angst nehmen, denn dann bekommen es diese Systeme mit der Angst zu tun, denn es gibt keinen Hebel mehr, an dem sie ansetzen können.

    Die Angst vor der Angst ist entscheidend. Also tatsächlich die Angst vor Unbekanntem, nicht kontrollierbaren, Unberechenbarem. Ich weiß das aus eigener Erfahrung. Angst kann etwas absolut irrationales, unerklärliches sein, was dann nur ein Symbol für etwas sehr sehr tiefes ist. Und das ist in den allermeisten Fällen die fehlende Selbstliebe und das fehlende Selbstbewusstsein. Also das Akzeptieren seiner Selbst, mit allen Ticks und wunderbaren Eigenschaften.

    Daher ist es so wichtig die Angst als Freund und Lehrmeister zu erkennen, so wie auch den Tod oder alle anderen schlechten Eigenschaften.

    Das Schöne am Tod: Wir alle müssen ihn mal mitmachen. Egal wo wir im System stehen.

  • Vroni

    Wir müssen überlegen, ob wir über Angst reden wollen oder über die Angst vor der Angst.

    Erstere kann aktivierend wirken. Obwohl sie einen schlechten Ruf hat, ist sie doch sehr sinnvoll und es tut nicht not, sie abschaffen zu wollen. Klingt komisch und nicht sehr nett, ich weiß. Doch: Ein Mensch, eine Gesellschaftsgruppe oder eine ganze Gesellschaft, die vor nichts Angst hat, hat auch vor nichts Respekt. Ich halte also nichts vor dem Ideal einer komplett angstfreien Gesellschaft. Es würden Monster. Sie würden raen, als gäbe es kein Morgen und sie würden solche, die schwächer sind als sie, in den Rinnstein pflügen.

    Zweitere geht in Richtung Angststörung und echter Krankheit. Angst, dass Angstgefühle einen überschwemmen und die dann eintretenden Vermeidungsstrategien, die helfen sollen, Angst nicht mehr fühlen zu müssen. Wer Angst hinter seiner Jalousie hat, wird mit Spinnen-Phobien und Panikattacken zu kämpfen haben, aber unverdrossen starr lächelnd behaupten, der Nanga Parbat sei kein Problem…

    Die Grenzen zwischen beiden Angstformen sind fließend. Um dem Vorwurf der Schubladeneinordnung zuvorzukommen.

  • http://meonly.de/ Iris

    @Vroni:

    Ein Mensch, eine Gesellschaftsgruppe oder eine ganze Gesellschaft, die vor nichts Angst hat, hat auch vor nichts Respekt. Ich halte also nichts vor dem Ideal einer komplett angstfreien Gesellschaft. Es würden Monster. Sie würden raen, als gäbe es kein Morgen und sie würden solche, die schwächer sind als sie, in den Rinnstein pflügen.

    Ich halte nichts von Angst als Erziehungsmaßnahme. Und darauf läuft das m.E. heraus, was Du hier geschrieben hast. Angst erzeugt keinen Respekt. Inszenierte Angst kann höchstens Rückzug oder Unterwerfung bewirken, um einer Bedrohung auszuweichen. Echter Respekt wächst nur aus Einsicht. Die zu erreichen mag schwieriger sein als die Erzeugung von Angst, aber dafür wirkt sie nachhaltiger und ohne Bedrohungsszenario.

  • http://www.brainblogger.de Patrick Breitenbach

    Es würden Monster

    Ist das nicht schon wieder die Prägung der Angst? Oder anders gefragt: Wieviel Angst steckt in der Abschaffung der Angst drin?
    Wie süchtig und abhängig sind wir eigentlich nach Angst?

    “Störung” und “Krankheit” sind immer nur im Kontext des jeweiligen Gesellschaftssystems zu betrachten. Also die Diskussion: Was ist normal, was ist verrückt? Du betrachtest die substanzielle Angst (was auch immer das ist) als “normal”. Die “Angst vor der Angst” aber nicht.

    Was ist eigentlich der Gegenpol zur Angst? Harmonie? Liebe? Vertrauen?

    Das wiederum würde ich nicht mit Monstern in Verbindung bringen.

  • http://meonly.de/ Iris

    Was ist eigentlich der Gegenpol zur Angst?

    (Selbst)sicherheit? Geborgenheit?

  • Vroni

    Anderen Angst machen braucht man sicher nicht als Erziehungsmaßnahme. So war das Bild des beängstigend (sic!) angstfreien Mensch auch nicht gezeichnet. Ich bin überrascht, was man da als pöse Erziehungsmaßnahme deuten kann. Wer keine Angst/Furcht empfindet vor Schmerz, der tappt mit Hurra in jedes Rasiermesser. Ich meine das sehr konkret. Wer keine Angst hat, ist tollkühn, gefährdet sich und damit andere, weil ihm Einfühlungsvermögen in die Grenzen anderer fehlt. Ich verstehe nicht, wieso man das nicht kapieren kann.

    Soll das gut sein, angstfrei in alle Rasiermesser zu tappen? Muss mir mal einer erklären.

    Angst ist im Gefühlsszenario des Menschen genauso drin wie Wut, Freude, Hoffnung. Sie ist sinnvill, sie ist ein Ratgeber und Warner. Das alles sind Pole und Gegenpole. Ich würde mich da keinen Illusionen hingeben, sie wegreden oder wegzüchten zu wollen. Sie ist Teil des Ganzen. Ohne Angst gibt es auch keine Entspannung. Ohne Trauer keine Hoffnung, etc.

  • http://meonly.de/ Iris

    @Vroni:

    Wieso muss man Angst haben, um nicht ‘in alle Rasiermesser zu tappen’? Weil Unheilsverhütung schon immer so funktioniert hat? Könnten wir unser Bewusstsein nicht weiterentwickeln und andere Strategien ausprobieren, die genauso oder sogar besser funktionieren (ohne die negativen ‘Nebenwirkungen’ der Angst)?
    Konkret: Würde das Wissen um die Schärfe und Verletzungsgefahr nicht auch genügen, um aus Einsicht nicht reinzutappen?

    Wer keine Angst hat, ist tollkühn

    Wieso bist Du Dir da so sicher?

  • http://DerMorgen.blogspot.com John Dean

    @ Patrick

    Schön – dann versuch mal bitte mit rein geistigen Mitteln Millonen von Arbeitnehmern die Angst vor Sanktionen der Arbeitgeber und deren Überwachungsmöglichkeiten zu nehmen.

    Ich sage nicht, dass es völlig ausgeschlossen ist. Aber ganz realistisch: Mitunter stellt sich in der Gesellschaft auch schlicht die Machtfrage bzw. die Verfügbarkeit von Machtmitteln.

    Das heißt – bezogen auf die Überwachungsvision privater Firmen, auf die auch Don Bezug genommen hat: Geistige Arbeit sollte hier zum Ziel haben, Arbeitnehmern Machtmittel zu verschaffen, zum Beispiel ein Gesetz, welches Arbeitgeber unangenehme Sanktionen und einen materiellen Schadensersatz auferlegt, welche ihre Mitarbeiter heimlich ausspionieren.

    Macht-Assymetrie überwinden

    Aber wie gesagt: Ganz ohne Machtmittel geht sowas nicht. Wir leben in einer Zeit, wo sich Gewerkschaften auflösen und wo sich die SPD bereits erheblich in eine Großveranstaltung des Seeheimer Kreises verwandelt hat. In dieser Lage kann m.E. durch einfache Aufklärung die Machtassymetrie nicht überwunden werden.

    Auch wenn es im Wesentlichen nur symbolisch wäre: Eine Aktion zur gezielten Überwachung von Konzernspitzen und Spitzenministerialen könnte – schwer zu beurteilen aber m.E. – durchaus ganz beachtlich Gegenangst auslösen.

    Dons und meine These dazu wäre:

    Man muss darüber nachdenken. Wenn man sich schutzlos einer feindlichen und überlegen ausgestatteten Armee gegenüber sieht, dann muss man eben die Munitionsdepots überfallen. Anders gesagt: Es kann nicht sein, dass nur eine Seite über Machtmittel verfügt – und die Normalbürger in unserem Land sehen müssen, wo sie bleiben.

  • http://brainblogger.de Patrick Breitenbach

    @Vroni: Es gibt Menschen, die sind der Meinung, dass kleine Kinder erst auf die heiße Herdplatte greifen müssen, damit sie erkennen, dass diese heiß und gefährlich ist.

    Ich gehöre nicht zu dieser Denk- und Erziehungsströmung. Mein Sohn hat auch ohne die Erfahrung des Schmerzes gelernt, die Finger vom Herd zu lassen und er hat es merkwürdigerweise auch ohne Angst einzuflößen gelernt. Mag sein, dass er trotzdem irgendwann drauf patscht. Ich glaube aber nicht, dass ihn die Angst davor feit, niemals wieder sich daran zu verbrennen, genauso wenig wie man sich noch zig mal an der Rasieklinge schneiden kann. Die Menschen führen Krieg trotz und wegen der Angst. Sie ziehen los andere zu töten, weil sie Angst davor haben selbst draufzugehen. Würde deine Theorie der Notwendigkeit von Angst stimmen, gäbe es demnach keine Kriege mehr oder? ;-)

    Rein nüchtern betrachtet ist Schmerz eine Wahrnehmung, die absolut bei jedem Menschen verschieden ausfällt. Es gibt einige wenige Menschen, die haben gar kein Schmerzempfinden (haben natürlich sofort eine Krankheit oder Störung, kein Wort von genetischer Mutation oder möglicher Weiterentwicklung) während andere wiederum ganz besonders schmerzempfindlich sind. Schmerz ist auch nicht Angst. Angst ist der Zustand nach dem Schmerz, so wie du dieses Beispiel jedenfalls anführst. Damit komme ich zurück auf meinen Ursprungsgedanken, kann ich nur durch Schmerz und Angst Dinge vermeiden, die mir Schaden? Oder kann ich dies nicht auch aus einer Vertrautheit heraus (Millionen von Jahren Erfahrung, die sich immer in die Gegenwart repliziert), aus Wissensweitergabe heraus lernen?

    Zur Dualität: Natürlich hast du da recht. Allerdings sehe ich auch die Schöpfungsgeschichte und den Rauswurf aus dem Paradies als metaphorisches Gleichnis zur Entstehung der Dualität. Oder anders gefragt: Kann der Mensch die Dualität überwinden (Beseitigen kann und soll er sie natürlich nicht) und so ins “Paradies” zurückkehren?

    @John Dean:
    Solange Millionen von Arbeitnehmern dieses Spiel mitspielen, solange werden sie natürlich im System ihre Rolle erfüllen. Ich habe nichts gegen geistige “Machtmittel”, wie Protest, Aufklärung, Gesetze etc.

    Was ich definitiv für vergebene Liebesmüh halte ist der Aufbau von “Gegenangst”. Habe ich ja genug zu geschrieben.

    Du erntest, was du säst. Aktion und Reaktion. Wenn du also Angst säst, wirst du noch mehr Angst ernten. Wer Terror säht wird Terror ernten usw. Wenn uns die Geschichte eines lehrt, dann sicherlich diese ganz einfache Regel. Oder wieso sind wir nach hundertausenden blutigen Revolutionen immer noch nicht richtig frei und glücklich?

  • http://brainblogger.de Patrick Breitenbach

    @John Dean: Noch kurz dazu: Daher sehe ich ja eher Huxleys Dystopie als gegeben an, weniger Orwells. Wir lassen uns liebend gerne überwachen, eben weil wir Angst vor den bösen Terroristen, den bösen Arbeitsplatzvernichtern oder den bösen Hooligans haben.

  • http://DerMorgen.blogspot.com John Dean

    An der Gegenwart finde auch ich eher Merkmale der Dystopie Huxleys – und ich fand auch deinen Text dazu sehr schön, ja: instruktiv. Aber man sollte nicht verkennen, dass dies nur Teilaspekten sind, so überdeutlich man sie auch wahrnimmt – weitere Teilaspekte treten hinzu, und eben durchaus auch Elemente der Totalüberwachung und einer durch Doppelsprech vernunzten Sprache. Wenn Wirtschaft totalitär wird (in Teilen kann man das behaupten – nicht nur anhand der aktuell diskutierten Fälle), dann entfaltet sich dabei m.E. ein breites, sogar verblüffend breites Spektrum von Herrschaftsmechanismen. Orwell ist hierbei inklusive. So manches Erlebnis in ökonomischen Machtstrukturen könnte man eher Orwell denn Huxley zuordnen. Die augenscheinliche Wehrlosigkeit “der Massen” und ihre Bereitschaft, ständige Verschlechterungen zunehmend widerstandslos zu erdulden, hängt – meiner Meinung nach – auch mit der desorientierten Taubheit und fehlenden Militanz des geistigen Widerstands zusammen.

    Eine öfter sich ereignende Regelüberschreitung, beispielsweise überraschende Sit-ins in Konzernzentralen, hat durchaus die Macht (die m.E. übrigens wie der Zauber des Zauberlehrlings gefährlich ist), das Kräfteparallelogramm einer Gesellschaft in Bewegung zu setzen, den Untermächtigen Mut zu spenden (Seht! Wir können doch was tun!) und eben “Gegenangst” bzw. Respekt auszulösen, eben dadurch, dass die bislang übermächtige Seite erkennen muss, dass ein Kompromiss für sie von Vorteil sein kann.

    Ich habe in meinem Leben schon einige “soziale Kämpfe”, gewöhnlich kleinere, aber etwas größere, angezettelt und dirigiert. Meine Erfahrung dabei ist, dass die geistigen Waffen das Entscheidende dabei sind, aber – und das ist eben auch ein Punkt – ein wenig Begleitung durch ein (ausgleichendes!) Drohpotential gut vertragen können. Zumal, wenn man echten Erfolg sucht. Ein vollständig angstfreier, aber durchaus niederträchtiger Gegner ist ein schwieriger Gegner – und selten wird eine geistige Waffe ihn auch nur kitzeln, und dies umso weniger, je sicherer er dabei sein kann, dass er seine Übermacht ohne jegliche Entgegnungsgefahr behaupten kann.

    Ich habe bei Don im Thread ein paar kleinere Beispiele dazu gegeben, und es ist in meinen Augen, bei allem Respekt für geistigen Edelmut, wirklichkeitsfremd, Übermacht allein durch Worte erschüttern zu wollen.

    (Und ich schäme mich für keinen einzigen dieser Fälle)

    Und auch das gilt: Man muss es in jedem Einzelfall sehr genau durchdenken. Ich bin keineswegs ein Militanzfreund, im Gegenteil, ich verachte Militanz, und erst Recht, wenn sie deplatziert ist, ungerecht ist, sich an eigener Übermacht berauscht oder, das kommmt leider sehr häufig vor, von passenden geistigen Waffen (echten!) unbegleitet ist.

    Die Macht der Tat rechtfertigt sich nicht durch sich selbst. Aber eben genau darum: genügen Worte nicht immer. Auch Tatlosigkeit und Militanzverzicht müssen gerechtfertigt sein. Je größer jedoch die Übermacht im Wirtschaftsleben über die Einzelnen und über die Normalbürger ausfällt, umso hoher sind zugleich die Hürden für letztere Rechtfertigung.

    Man sollte dabei auch nicht vergessen: Es sind nicht die Stiftungen und ähnliche Konstruktionen veranstaltenden Spitzenmanager und Spitzenpolitiker, und es ist nicht der Vorzug der oberen Zehntausend, aus dem sich der geistige und materielle Wohlstand dieses Landes letztlich schöpft.

    Mit anderen Worten: Die Legitimationsbasis der Bürger- und Arbeitnehmerüberwacher unserer zunehmend dsytopischen Hier-und-jetzt-Jahrzehnte fällt sehr schmal aus.

  • http://www.werbeblogger.de Patrick Breitenbach

    @John Dean: Bei allem Respekt: Noch nie wurden “Privileggenießer” oder “Übermächtige” durch militanten Widerstand erfolgreich beseitigt – sie wurden lediglich ausgetauscht.

    Dazu folgt sicher noch ein ausführlicher 2Gedankenstream2.

    Gewalt ist für mich niemals ein legitimer Weg aus der Unterdrückung. Und auch nicht aus der sogenannten “Armut”, die für mich – jedenfalls in unserem Land – rein gedanklich konstruiert ist.

  • http://DerMorgen.blogspot.com John Dean

    Noch nie?

    Das kann man bezweifeln. Die von mir angesprochene Wehrhaftigkeit und Notwendigkeit des Zugangs zu Machtmitteln ist übrigens grundverschieden von jeglicher Revolutionsschwärmerei. Meiner Meinung nach nur dann, wenn ein Kompromiss oder eine alternative Ordnung gerecht und in jeglicher Hinsicht durchdacht ist, kann eine sich darauf orientierende Militanz sinnvoll sein. Patrick, was du ansprichst, den Prozess des Austauschens von Unterdrückungsregimen, das ergibt sich unter anderen dann, wenn Militanz eben nicht – wie es meine Forderung ist – dem Machtausgleich dient, sondern der Erringung einer alternativen Übermacht.

    Wie gesagt: Das sind zwei paar Schuhe. Ich will also – um es ganz groß zu formulieren – weder die Diktatur des Proletariats, keinen Totalumbau der Gesellschaft, noch eine neue Weltordnung oder gar den neuen Menschen. Aber ich halte einen ausgeprägten Zustand ökonomischer Übermacht (z.B. von Konzerninteressen gegenüber Bürgerinteressen) und den Zustand der inneren Korruption unserer politischen Eliten durchaus – jedenfalls prinzipiell – für eine Veranlassung, über ausgleichende (!) Machtmittel und deren Erringung nachzudenken.

    Wie gesagt: Es geht um Ausgleich, letztlich also um gesellschaftliches Miteinander. Die Friedenspflicht und Demokratiegebundenheit des einzelnen Bürgers hört m.E. dann auf, wenn – zudem absehbar auf alternative Weise nicht überwindbar – die Mächtigen sich auf Dauer gegen die überwiegende Mehrheit der Bürger richten, wenn zudem Menschenwürde und die Freiheit des Individuums in Gefahr stehen.

    Und ich denke schon, dass wir uns mit dem allgemeinen, teils schon für selbstverständlich gehaltenen, Anwachsen von Bürger- und Abeitnehmerüberwachung diesem Szenario annähern. Es stellt sich also zunehmend die Machtfrage, bzw. die Frage, wie ein Machtausgleich gegenüber einer offenkundig angstfreien und immer dreister agierenden Schicht der oberen Zehntausend zu organisieren ist.

    Ein Ansatzpunkt dabei wäre es, sich durch Präsentation von Machtmitteln Respekt zu verschaffen. Und ich rede hier keineswegs von körperlicher Gewalt.

  • http://DerMorgen.blogspot.com John Dean

    Ergänzung:

    Eine starke Entgegnung auf meine Argumentation ist folgender Satz:

    Was wir auch tun: es wirft immer ein Licht auf das, was wir anstreben.

    Das bedeutet für mich, dass die eventuellen Möglichkeiten im Machtkampf, die man aus der oben aufgeführten Argumentation entnimmt, nicht nur begrenzt werden durch die Grenzen des Ausgleichs und der Gerechtigkeit, und zudem strenger Prüfung unterworfen sind, sondern darüber hinaus dadurch begrenzt werden, dass das Bessere, was man beabsichtigt, sich auch im eigenen Vorgehen zeigen muss.

    Denn grundsätzlich: kann es nur um eine Welt gehen, die insgesamt angstfreier und besser ist. Daraus ergeben sich sehr enge, sogar äußerst enge Grenzen, und auch dann, wenn die Legitimationsbasis der Arbeitnehmer- und Bürgerüberwacher inzwischen recht schmal ausfällt.

  • http://brainblogger.de/2008/06/freiheit-und-grenzen/ Brainblogger – Gehirn, Wissen, Zukunft, Kommunikation, Kultur und freies Denken» Blogarchiv » Gedanken-Stream: Freiheit und Grenzen

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